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Das sind die skurrilsten, herzigsten, hipsten Buchläden und Bibliotheken Zürichs

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Das sind die skurrilsten, herzigsten, hipsten Buchläden und Bibliotheken Zürichs

· Online seit 17.07.2022, 14:59 Uhr
Du hast Sommerferien und weisst noch nicht, was mit der freien Zeit anfangen? Warum nicht wieder mal ein gutes Buch lesen? Wir stellen dir sechs Buchläden und Bibliotheken in Zürich vor, die du einmal unter die Lupe nehmen solltest.
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Paranoia City, Ankerstrasse 12

Queer, feministisch, anarchistisch – so beschreibt sich die Buchhandlung Paranoia City im Kreis 4. Die Wurzeln des Ladens reichen zurück in die 1970er-Jahre. «Nach den Grundsätzen der Selbstverwaltung – alle machen alles, keine*r ist Chef*In – sollte Propaganda für eine Welt frei von Herrschaft betrieben werden», liest man auf der Website. Seither hat sich viel getan im Paranoia City. Der Anspruch, die Welt der Herrschenden infrage zu stellen und ungehörten Menschen eine Stimme zu geben, ist geblieben. Daneben betreibt die Buchhandlung ausserdem den Paranoia Social Club, wo verschiedene Aktivitäten stattfinden: etwa Buchvernissagen, Lesungen oder Weinproben.

Bibliothek Oskar R. Schlag, Geissbergweg 10

Unscheinbar neben der Seilbahn Rigiblick ist die Bibliothek Oskar R. Schlag zu finden. Die Sondersammlung der Zentralbibliothek Zürich hat es aber in sich: Sie umfasst über 25’000 Bände, die der Esoterikforscher Oskar R. Schlag ursprünglich für seine privaten Studien beschaffen hatte. Ob Satanismus oder Geistererscheinungen, Alchemie oder Astrologie, Freimaurer oder Rosenkreuzer, Okkultismus oder Parapsychologie – in der Sammlung findet man so manches und sehr seltenes, was man in einer öffentlichen wissenschaftlichen Bibliothek nicht vermuten würde. Der Bestand kann von allen Benutzenden der ZB online bestellt werden.

Klio Buchhandlung, Zähringerstrasse 45

Wer vom HB während dem Studium regelmässig zur Uni hochläuft, der kennt sie: die Buchhandlung Klio beim Central. Der Laden hat sich ganz den Geisteswissenschaften verschrieben. Kundinnen und Kunden finden hier unter anderem Bücher über Geschichte, Philosopie, Sprachwissenschaften oder Soziologie. Daneben gibt es in dem traditionsreichen Geschäft ein Antiquariat mit alten Schriften. Man schätzt die schnelle Lieferung bestellter Bücher, die freundliche Bedienung und die kompetente Beratung.

Bibliothek der Museumsgesellschaft, Limmatquai 62

Unter dem Dach der 1834 gegründeten Museumsgesellschaft Zürich (kurz: Mug) finden sich ein Lesesaal, eine Bibliothek und das Literaturhaus Zürich. Die Räume verfügen über eine urchige Atmosphäre und die grossen Fenster erlauben einen grossartigen Blick auf die Limmat. In den beiden Lesesälen im ersten Stock sind schon Keller, Lenin, Tucholsky, Joyce und zahlreiche Studierende gesessen. Die Säle sind täglich bis 21.30 Uhr geöffnet. Rund 300 Zeitschriften und 100 Zeitungen aus dem In- und Ausland liegen zur Lektüre auf. Im dritten Stock befindet sich die Bibliothek, in welcher rund 140'000 Bücher zur Ausleihe bereitstehen.

Jeeg Manga Anime, Grüngasse 9

Kommt man am Samstagmorgen an der Ecke Zweierstrasse/Grüngasse vorbei, fällt sie sofort auf: die lange Schlange vor dem Jeeg Manga Anime. Jeeg, der Name ist von einer Anime-Serie (鋼鉄ジーグ) aus den 1970er Jahren inspiriert, bietet alles rund um Mangas und Animes: von Büchern, Heften und Filmen bis zum passenden Merch und Sammelobjekten. Sergio Micheli gründete den Laden vor 20 Jahren. Sein Ziel: In Zürich einen Laden für alles rund um Manga und Anime. Ganz so, wie es ihn ausserhalb Japans nur in ausländischen Grossstädten gibt - also wirklich spezialisiert auf die japanische Populärkultur. Kürzlich expandierte Jeeg in direkter Nachbarschaft in ein weiteres Ladenlokal, wo Artikel angeboten werden, die bisher keinen Platz hatten.

Bibliothek des Völkerkundemuseums, Pelikanstrasse 40

Das Völkerkundemuseum der Universität steht an einem der lauschigsten Flecken der ganzen Innenstadt: im alten botanischen Garten am Schanzengraben. Die wissenschaftliche Bibliothek des Museums ist zwar nicht besonders gross, trotzdem aber am Nachmittag öffentlich zugänglich. Die Bestände spiegeln die thematischen und regionalen Bereiche der Sammlung sowie der Lehr- und Forschungsprojekte des Museums wider. Es finden sich dort über 35'000 Bücher und 150 Zeitschriften zur Ethnologie, Religionsethnologie und Kunstethnologie. Etwa ein Drittel des Bestandes ist frei zugänglich. Die übrigen Medien können an der Infotheke im Standort bezogen werden.

Und welches ist deine Lieblingsbibliothek oder dein Lieblingsbuchladen? Schreib es uns in die Kommentare!

(osc)

veröffentlicht: 17. Juli 2022 14:59
aktualisiert: 17. Juli 2022 14:59
Quelle: ZüriToday

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