Schutz vor Attentaten

So will Winterthur das Albanifest gegen Terrorattacken sicher machen

21. Juni 2022, 16:37 Uhr
2018 bewilligte der Winterthurer Stadtrat einen Kredit von über 250'000 Franken für neue Schutzsysteme gegen Angriffe bei Grossereignissen. Beim diesjährigen Albanifest kommen diese System nun zum ersten Mal zum Einsatz.
Um das Grossveranstaltungen sicherer zu machen, setzt Winterthur auf neue Schutzsysteme.
© Heinz Stiefel/Albanifest-Komitee Winterthur

Am diesjährigen Albanifest in Winterthur kommen drei neue Systeme zum Einsatz, welche die Besucherinnen und Besucher schützen sollen: Einerseits werden mobile, mit Wasser gefüllte Behälter aufgestellt, andererseits werden zwei flexible Poller-Systeme verwendet.

Aufgrund der Terrorereignisse in Europa seit Anfang 2015, wobei die Täter oft Fahrzeuge als Waffen gegen Menschenmassen einsetzten, sei durch den Nachrichtendienst den Bundes die Gefährdungslage auch für die Schweiz als erhöht eingestuft. Diese Einstufung habe bis heute unverändert Gültigkeit, wie es in einer Medienmitteilung der Stadt Winterthur vom Dienstag heisst.

«Flexibel einsetzbar»

Im Juli 2018 sprach der Winterthurer Stadtrat deshalb einen Kredit von 276'000 Franken. Deren Zweck: Neue Schutzsysteme für die Sicherheit bei Veranstaltungen. Am diesjährigen Albanifest werden die neuen, «flexiblen» System nun erstmals eingesetzt, wie es weiter heisst.

Es wurden drei verschiedene Systeme angeschafft. Diese würden sich gegenseitig ergänzen und «ermöglichten einen flexiblen Einsatz im innerstädtischen Bereich», wie die Stadt weiter schreibt.

Eines dieser Systeme seine die sogenannten «Indutainer». Dabei handle es sich um mobile Behälter, die mit Wasser gefüllt, als Schutz dienen. Ausserdem wurden die schneller verschiebbaren Poller-Systeme «Citysafe» und «Oktablock» beschafft.

Wegen Corona kommen sie erst jetzt zum Einsatz

Aufgrund pandemiebedingter Ausfälle der Grossanlässe in den letzten zwei Jahren würden die neuen Sicherheitselemente erst am diesjährigen Albanifest aufgestellt und getestet, heisst es abschliessend. Künftig sollen sie dafür sorgen, dass die Grossveranstaltungen in der Stadt und Umgebung noch sicherer sind.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 21. Juni 2022 15:33
aktualisiert: 21. Juni 2022 16:37
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