Zürich

So suchen Zürich und Winterthur Wohnungen für Kriegsflüchtlinge

Ukraine

So suchen Zürich und Winterthur Wohnungen für Geflüchtete

· Online seit 06.04.2022, 19:01 Uhr
Die Städte Winterthur und Zürich suchen derzeit neue Wohnungen für Kriegsgeflüchtete aus der Ukraine. Alleine in Zürich sind 500 zusätzliche Plätze in Abklärung.
Anzeige

Kürzlich meldete die Stadt Winterthur, dass sie Plätze für 150 Flüchtende in der Mehrzweckhalle Teuchelweiher geschaffen hat. In Zürich befinden sich momentan 1700 Kriegsgeflüchtete, unter anderem in der Saalsporthalle. Neuankommende Schutzsuchende oder solche auf der Durchreise werden derzeit in solchen Kollektivunterkünften beherbergt. Wer längerfristig an einem Ort bleibt – beispielsweise mit dem neuen Status S – bekommt eine Wohnung zugeteilt.

ZüriToday hat bei den Sozialdepartementen von Zürich und Winterthur nachgefragt, wie die Städte die aktuelle Wohnsituation organisieren – auch im Hinblick auf die Flüchtenden aus der Ukraine.

Wohnhilfe Winterthur sucht aktiv Wohnungen

Für die aktuelle Situation hat die Wohnhilfe der Stadt Winterthur Immobilienfirmen, Private und Genossenschaften angeschrieben und um günstige Angebote gebeten. Das schreibt Lukas Damann, Abteilungsleiter der Wohnhilfe in Winterthur.

So bekommen seit jeher neben Flüchtenden auch Personen, die von Obdachlosigkeit bedroht sind, eine Wohnmöglichkeit. Die genaue Anzahl Wohnungen kann Damann nicht nennen, weil derzeit diverse Wohnungsbesichtigungen laufen.

Grosse Hilfsbereitschaft der Bevölkerung

Und wie reagieren Mieterinnen und Mieter, wenn die Stadt Winterthur für eine Wohnungsbesichtigung an der Tür klingelt? Lukas Damann: «Wir erleben eine grosse Hilfsbereitschaft seitens der Bevölkerung und damit in der Regel auch grosses Verständnis.»

In der Stadt Zürich besteht der Wohnungsbestand für Schutzsuchende seit Jahren, schreibt Hilke Isselhorst, Kommunikationsleiterin des Sozialdepartements. Insgesamt stehen 1800 Plätze in Wohnungen zur Verfügung, wovon 400 noch frei sind.

Zürich hat 500 Plätze in Abklärung 

Wegen der grossen Anzahl an Flüchtenden aus der Ukraine sind bei der Stadt Zürich derzeit 500 weitere Plätze in Abklärung. Hier kommen in der Regel Wohnungen zum Einsatz, die bereits leer stehen.

(log)

veröffentlicht: 6. April 2022 19:01
aktualisiert: 6. April 2022 19:01
Quelle: ZüriToday

Anzeige
Anzeige
zueritoday@chmedia.ch