Unzufriedene Anwohner

Quartiere wehren sich gegen Velorouten

29. Juli 2022, 09:32 Uhr
Über 400 Einsprachen sind beim Tiefbauamt Zürich eingegangen. Fast 500 Parkplätze sollen ersatzlos für Velorouten verschwinden. Anwohnenden und Gewerbler gefällt das gar nicht.

Quelle: Ein Beitrag vom 19. April 2022 / TeleZüri

Insgesamt werden etwa 6000 Parkplätze in der blauen Zone für Velorouten in der Stadt Zürich verschwinden. Jetzt gibt es aber Widerstand von den Quartieren, wie die «NZZ» berichtet. Das, obwohl die Stadtzürcherinnen und Stadtzürcher ‹Ja› zu Velorouten gesagt haben.

Es hagelt Einsprachen von Privaten und Politikern

Nach der Abstimmung geht es nun um die Umsetzung und da kämpft das Tiefbauamt Zürich mit einigen Einsprachen. Alleine in Höngg bekämpfen 350 Privatpersonen und Gewerbetreibende die Velovorzugsrouten. Aber auch entlang der Strecke in Affoltern und Oerlikon (67) sowie in Schwamendingen (28) hagelt es Einsprachen.

Der Widerstand hat der Zürcher Gewerbeverband (GVZ), der Hauseigentümerverband (HEV) sowie die FDP und die SVP organisiert. Die beiden Verbände haben nebst der Einsprache beim Stadtrat Zürich um Neubeurteilung angefordert. Der HEV-Geschäftsführer und FDP-Gemeinderat Albert Leiser betont, es gehe nicht darum, die Veloroute zu verhindern, sondern um bessere Lösungen.

Kein Ersatz für Parkplätze geplant

Die Stadt solle die Projekte nochmals überarbeiten, damit der Parkplatzabbau in der blauen Zone auf ein Minimum beschränkt werde. Fehlende Parkplätze in Quartieren würde zu vermehrtem Suchverkehr führen, was auch die umliegenden Parkplätze in Mitleidenschaft ziehen werde. Dabei herrsche heute schon Parkplatzknappheit.

Für die Umsetzung sollen je nach Strassenabschnitt sämtliche oder über die Hälfte der Parkplätze in der blauen Zone aufgehoben werden. Das würde für Anwohner und Gewerbebetriebe und deren Besucher bedeuten, dass sie für sich selbst keine Parkplätze mehr hätten.

(joe)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 26. Juli 2022 10:12
aktualisiert: 29. Juli 2022 09:32
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