Zürich

Polizei verhaftet Kopf von Glücksspiel-Mafia – U-Haft angeordnet

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Polizei verhaftet Kopf von Glücksspiel-Mafia – U-Haft angeordnet

18.09.2023, 19:40 Uhr
· Online seit 18.09.2023, 09:47 Uhr
Der Mann soll mit illegalem Glücksspiel ein Vermögen angehäuft haben. Ausserdem prangte das Logo eines seiner Firmen jahrelang prominent auf der Brust der FCZ-Spieler: Nun hat die Kantonspolizei Zürich den Boss der türkisch-schweizerischen Glücksspielmafia festgenommen.

Quelle: TeleZüri

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Er stand hinter Glücksspielseiten wie siskowin.com, solobet.com oder sportwin.com. Aber auch bei der umstrittenen Kreditkartenfirma Antepay, dem ehemaligen Hauptsponsor des FC Zürich, war M. Y. involviert.

Mehrere Millionen Franken umgesetzt – im Monat

Nun hat die Polizei seinen mutmasslich illegalen Geschäften einen Riegel vorgeschoben: Am vergangenen Donnerstag soll die Kantonspolizei Zürich ihn und vier andere Männer verhaftet haben. Ihnen wird illegales Glückspiel vorgeworfen, wie SRF News berichtet. Es gilt die Unschuldsvermutung.

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Laut internen Recherchen von SRF soll der in der Türkei geborene M. Y. ein schweizweites Netzwerk geleitet haben, indem Leute ihr Geld in meist türkischen Lokalen verspielten.

Die mittlerweile gesperrten Glückspielseiten siskowin.com, solobet.com oder sportwin.com spielten dabei eine tragende Rolle. Auch, weil sie immer wieder unter leicht abgeänderten Namen Sperrungen umgingen. Mehrere Millionen Franken pro Monat soll Boss M. Y. gemäss SRF zeitweise umgesetzt haben.

Polizei bestätigt Festnahmen

Kurze Zeit später ist klar: Gegen die fünf festgenommenen Personen läuft ebenfalls ein Verfahren wegen Geldwäscherei. Dies schreiben die Kantonspolizei Zürich und die Staatsanwaltschaft II in einer gemeinsamen Mitteilung am Montagmittag. So soll es sich bei den Verhafteten um vier Schweizer und einen türkischen Staatsangehörigen im Alter von 30 bis 45 Jahren handeln.

«Sie sollen seit fünf Jahren schweizweit Online-Geldspiele, unter anderem Sportwetten, angeboten und dabei einen Umsatz in dreistelliger Millionenhöhe erwirtschaftet haben. Es bestehen Hinweise, dass dafür das Zahlsystem Antepay und weitere genutzt wurden. Zudem soll ein Grossteil des Geldes in die Türkei transferiert worden sein», heisst es in der Mitteilung.

Alle fünf Männer sitzen derzeit in Untersuchungshaft.

(lol)

veröffentlicht: 18. September 2023 09:47
aktualisiert: 18. September 2023 19:40
Quelle: ZüriToday

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