Zürich

Neue Schulanlage Glattpark vermag alte Probleme nicht zu lösen

Platzmangel

Neue Schulanlage Glattpark vermag alte Probleme nicht zu lösen

· Online seit 27.03.2023, 05:58 Uhr
Über 71 Millionen Franken kostete der Neubau der Schulanlage Glattpark in Opfikon. Die neu geschaffenen Plätze werden bei der wachsenden Zahl an Kindern bitter benötigt. Doch die Schule Glattpark kann den Platzmangel nur bedingt beheben.
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Für das kommende Schuljahr wechseln die Kinder der Schule Oberhausen ins Schulhaus Glattpark. Aus den Kindergärten ABZ, Wright-Place und Lilienthal kommen ebenfalls neue Schülerinnen und Schüler in das Schulhaus. Über 71 Millionen Franken kostete die Bildungsstätte Glattpark, welche das Stimmvolk in einer Abstimmung im Februar 2020 guthiess.

Doch das Problem, dass Opfikon eine grosse Anzahl an Schülerinnen und Schülern in Klassenzimmern unterbringen muss, kann die neue Anlage nur bedingt lösen. So finden nicht alle Kinder, die neu in die erste Klasse oder den Kindergarten eintreten, einen Platz an der Schule.

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Hohe Anzahl Kinder erfordert Umverteilung

«Aufgrund der hohen Anzahl werden Kinder, die an der Voisin- und der Earhart-Strasse wohnen, voraussichtlich der Schule Lättenwiesen zugeteilt», schreibt die Schulleitung Oberhausen in einem Infoschreiben zum neuen Schuljahr. Hat die Gemeinde beim Bau der neuen Schule also falsch geplant?

«Das neue Schulhaus Glattpark verfügt über eine mittlere Grösse. Es wurde vernünftig und realistisch geplant», erklärt Caspar Salgò, Leiter Bildung der Stadt Opfikon, gegenüber ZüriToday. Man müsse jedes Jahr gut planen, in welcher Schule man wie viele Kinder unterbringen kann. Und da komme es auch immer vor, dass Schülerinnen und Schüler aus bestimmten Strassen einer anderen Schule zugewiesen werden.

«Die Planung stützte sich auf statistische Annahmen. Hier von einer Fehlplanung zu sprechen, wäre eine Frechheit», sagt Salgò. Grundsätzlich gelte das Gebot, mit öffentlichen Geldern zurückhaltend umzugehen. Schulen mit so vielen Reserveräumen zu konzipieren, dass Schülerinnen und Schüler auf ewig am gleichen Ort bleiben können, sei nicht möglich.

Planung für nächstes Schulhaus verzögert sich

Um das grosse Aufkommen an Kindern zu bewältigen, entsteht in Opfikon ausserdem die Schulanlage Bubenholz. Das Stimmvolk sagte im Februar 2022 Ja zu einem entsprechenden Kredit über 30 Millionen Franken. Die Schule Bubenholz soll ausserdem als temporärer Raumersatz für die zu sanierenden Schulanlagen Metteln und Lättenwiesen dienen.

Eigentlich hätte das Schulhaus im Bereich des nördlichen Endes der Autobahnüberdeckung zum Start des Schuljahres 2024/25 öffnen sollen. Doch der Baustart verzögerte sich aufgrund von ausbleibenden Bewilligungen, weshalb der Schulstart im Bubenholz um mindestens ein Jahr nach hinten rutscht.

veröffentlicht: 27. März 2023 05:58
aktualisiert: 27. März 2023 05:58
Quelle: ZüriToday

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