Zürich

MyFeld-Kunden erhalten verschimmeltes Gemüse oder gar keine Lieferung

MyFeld-Kunden

Verschimmeltes Gemüse oder gar keine Lieferung

08.02.2022, 11:16 Uhr
· Online seit 08.02.2022, 11:13 Uhr
Den Gemüsewachstum online mitverfolgen und nach Hause senden lassen? Das gehört zum Angebot des Zürcher Start-ups MyFeld. Doch nun sind Kunden enttäuscht über den Erhalt ihrer Ware, sofern sie überhaupt etwas erhielten.
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MyFeld bietet für 600 Franken im Jahr eine Anbaufläche auf einem Feld im Zürcher Hedingen, auf dem das Lieblingsgemüse gepflanzt wird. Der Gemüsewachstum kann online mitverfolgt werden und die Anbieter säen, ernten und schicken das Gemüse nach Hause. Über 1000 Personen hatten sich angemeldet, als das Start-up im Frühling 2021 startete.

Nach gut einem Jahr ist ein Teil der Kundschaft ernüchtert und frustriert, wie das SRF berichtet. Eine Kundin hätte bislang gar kein Gemüse bekommen, eine andere nur drei Gemüseboxen erhalten. Zudem war verschimmeltes Gemüse dabei.

2021 war für die gesamte Landwirtschaft aufgrund des häufigen Niederschlags ein schlechtes Jahr. Die Felder von MyFeld wurden zum Teil von Überschwemmungen beflutet. Der CEO der Firma begründet die geringe Qualität mit diesen Überschwemmungen. Einzelne Produkte seien deshalb ausgefallen und man habe sich neu organisieren müssen.

Die Kundinnen und Kunden seien aber über die Probleme informiert worden. Als aber weiterhin nichts oder fast nichts an Gemüse geliefert wurde, hätten sie MyFeld um eine Rückerstattung gebeten. Die Folge: Funkstille.

Schliesslich sagt der Firmengründer, dass man in einzelnen Fällen und bei nachvollziehbaren Gründen einer Rückerstattung zustimme. Die Kunden hätten ausserdem einen Gutschein für eine zusätzliche Saison erhalten. MyFeld sieht ein, dass sie teilweise spät auf Anfragen reagiert haben. Die Firma möchte den Kundendienst im neuen Jahr verbessern. Auch wolle man sich besser gegen erneute, witterungsbedingte Widrigkeiten absichern.

(hap)

veröffentlicht: 8. Februar 2022 11:13
aktualisiert: 8. Februar 2022 11:16
Quelle: ZüriToday

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