Mobbing

Mädchen drohten Mitschülerin, sie mit Benzin zu übergiessen und anzuzünden

27. Juni 2022, 14:28 Uhr
Sie drohten ihr, sie mit Benzin zu übergiessen und sie anzuzünden. Mitschülerinnen mobbten Anja, bis sie sich nicht mehr traute, zu Fuss in die Schule zu gehen. Anja und ihre Mutter sind bereits umgezogen.
Anja hoffe, mit dem Wechsel zur Oberstufe eine bessere Klasse zu erwischen. Doch die Mobberinnen kamen an die gleiche Schule. (Symbolbild)
© Getty
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Eine Mädchengang von sieben Schülerinnen mobbte Anja* über Jahre. Der Vorfall ereignete sich an einer Schule im Kanton Zürich, berichtet «20 Minuten». Die Mitschülerinnen begannen in der vierten Klasse Anja zu erniedrigen. Mit dem Übertritt in die Oberstufe erhoffte sie sich Besserung. Doch es kam noch schlimmer, weil die Mädchengang an dieselbe Schule wechselte.

Videos und Fotos auf Snapchat geteilt

Mit der Zeit traute sich Anja nicht mehr zu Fuss zur Schule, weil die Einschüchterungen und das Cybermobbing so schlimm gewesen seien. Ihre Mitschülerinnen hätten Videos und Fotos von ihr auf Snapchat geteilt. Sie hätten sie blossgestellt und erniedrigt, sagt ihre Mutter gegenüber «20 Minuten». Mitte Januar erreichten die Drohungen dann ihren Höhepunkt. Die Mädchen hätten Anja gedroht, sie mit Benzin zu übergiessen und sie anzuzünden.

Bei Anja habe das zu depressiven Symptomen geführt, zudem besuchte sie eine Kinderpsychologin. Auch vor der Mutter haben die Mädchen auch nicht Halt gemacht. Die Mitschülerinnen riefen sie an und sagten, ihr drohe dasselbe Schicksal. Dann erstattete die Mutter Anzeige. Dank der Aussage einer Schülerin, konnten zwei Haupttäterinnen identifiziert werden. Dies führte zu einem Strafbefehl.

Noten nicht mehr genügend für die Kanti

Anja und ihre Mutter sind mittlerweile umgezogen, sie besucht nun eine andere Oberstufe. Die Noten seien nach den Vorfällen allerdings nicht mehr genügend für die Kanti. An die Öffentlichkeit sei die Mutter gegangen, um auf das Thema Mobbing und Cybermobbing aufmerksam zu machen.

* Name geändert

(log)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 27. Juni 2022 14:04
aktualisiert: 27. Juni 2022 14:28