Zürich

Love, Lena, Lucy - der Single-Blog aus Zürich

«Love, Lena, Lucy»

Ich habe quasi ein Phantom gevögelt

· Online seit 06.07.2023, 16:09 Uhr
Lena will jetzt (keinen?) Analsex. Lucy derweil wollte eigentlich ewig Ralf hinterher heulen. Doch dann war da in dieser einen Sommernacht dieser braungebrannte … wie hiess er schon wieder?
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Ui Lena,

Ich hab was getan, dass ich noch nie gemacht habe. Und von dem ich irgendwie auch nie dachte, dass es mir passieren würde. Nein, keine crazy Sex-Praktiken. Es war anders. Wobei .. crazy Praktiken gabs auch aber dazu später.

Zuerst aber zu dir und deiner sehr gesunden Flora und Fauna down under. Sehr schön. Nichts freut mich so sehr, wie dass du wieder gesund und ready to fuck, oder muss ich sagen ready to anal-fuck, bist? Anyhow. Dein schwuler Bro Roman findet logischerweise, dass du Analsex haben sollst.

Ich finde das irgendwie auch. Nicht, weil ich Analsex super finde, ich tu das nicht, aber weil es wirklich sein kann, dass dus maximal fühlst. Meine Freundin Melanie zum Beispiel kommt vaginal nie, anal gehts Zaggbumm krasser Orgasmus.

Also je, go for it! Shake deinen Ass, Baby! Ok, es wird nicht besser. Ich hör auf, Nur noch das: Hab sehr viel Gleitmittel zur Hand, wenns zur Sache geht.

Nun zu meiner crazy Story. Ich habe jedenfalls mit einem Kerl geschlafen, von dem ich nichts weiss. Nicht mal den Namen. Gschweige denn was seine Hobbies sind oder wie seine Nummer lautet oder was er arbeitet.

Ich habe wirklich absolut keine Ahnung und genau das ist es, was mich an - ja wie wollen wir ihn eigentlich nennen? - kickte.

Die sommerlichen Temperaturen machen es mir zugegeben etwas schwierig, mich komplett dem Liebeskummer wegen Ralf hinzugeben. Da draussen tobt das Leben. Nach Sonnenuntergang baden alle überall nackt. Und nippen zu coolen Beats an noch cooleren Drinks.

Und sind braungebrannt. Und geil. So im wahrsten Sinn des Wortes.

Vor ein paar Tagen gönnte ich mir einen Feierabend-Schwumm. Ganz alleine. Selbst ist die Frau. Du kennst es. Ich bin ja cool und selbstbewusst und emanzipiert und Bla Bla Bla.

Da sitze ich also an der Limmat, komme aus dem Wasser, habe sehr harte Nippel, die man sehr gut sieht. Was auch dem Typen links von mir auffällt. Wir kommen ins sehr belanglose Gespräch über dies und das und ob Ananas auf der Pizza okay ist.

Ist es nicht. Da sind wir uns einig.

Wir sind uns auch einig darin, dass wir gerade recht good viben und noch eins weitergehen. Du kennst den Proforma-Drink, wenn sowieso beide schon längst wissen, woraus es ausgeht, man aber irgendwie noch ein bisschen zuwarten muss.

Lange Rede, kurzer Sinn. Gegen 22 Uhr sind wir bei ihm. Gegen 23 Uhr sind wir nackt. Gegen Mitternacht sind wir fertig.

Diese Stunde verdient aber mehr als nur zwei Zeilen. Liebste Freundin, das war toll. Sehr hemmungslos. Sehr selbstverständlich irgendwie. Ein Selbstläufer. Eigentlich schrie es förmlich nach Wiederholung.

Postkoital war die Luft dann aber draussen. Nach dem Orgasmus war vor der grossen Stille. Ich trank noch anstandshalber mein Bier fertig und verabschiedete mich. Klassische One-Night- oder One-Sex-Situation.

Und als ich so frisch gevögelt und sehr zufrieden unten an der Strasse stand, fiel es mir auf: Ich weiss nichts. Keinen Namen. Keinen Job. Keine Hobbies. Keine Handynummer. Nix. Nada. Nüüt.

Ich habe quasi ein Phantom gevögelt.

Gibt es sowas als Porno-Genre? Wenn nicht, bitte, gern geschehen, Pornhub und Co.

Ach, Lenchen. Ich weiss, das magst du nicht. Aber dennoch, Lenchen, das könnte vielleicht doch noch ein Super-Sommer werden.

Was passiert in deinem?

Deine Lucy

veröffentlicht: 6. Juli 2023 16:09
aktualisiert: 6. Juli 2023 16:09
Quelle: ZüriToday

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