Zürich

Kunstkollektiv hackt Bührle-Sammlung

Zürcher Kunsthaus

Kunstkollektiv hackt Bührle-Sammlung

· Online seit 12.07.2023, 08:19 Uhr
Bei Bildern im Kunsthaus Zürich wurden QR-Codes manipuliert. Diese leiten statt auf die Provenzienzforschung der Bührle-Stiftung auf die Homepage des Kollektivs KKKK. Das Kunsthaus entdeckte die gehackten Codes am Wochenende.
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Die Bührle-Ausstellung ist von einem Kunstkollektiv namens KKKK gehackt worden. Wer in der Bührle-Sammlung im Zürcher Kunsthaus einige der QR-Codes mit Informationen zum jeweiligen Werk aufruft, liest ungewohnt Kritisches, wie SRF Kultur am Dienstag berichtete.

Kunsthaus-Sprecher Björn Quellenberg bestätigt gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA, dass «vier Codes» manipuliert worden seien.

Die entsprechenden QR-Codes leiten nicht auf die Provenienzforschung der Bührle-Stiftung, sondern auf die Homepage von KKKK. Entdeckt worden ist das am vergangenen Wochenende.

Scan den QR-Code

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Zu dem Cézanne-Gemälde «Der Knabe mit der roten Weste», dem Aushängeschild der Bührle-Sammlung, ist dort zu lesen, dass Bührle in zweifacher Hinsicht vom NS-Regime profitiert habe. Mit Waffenverkäufen machte er ein Vermögen und nutzte die Notlage, in die jüdische Sammlerinnen und Sammler aufgrund ihre NS-Verfolgung geraten waren, zum Aufbau seiner Sammlung.

Historiker bestreiten das nicht. Das Kunstmuseum hat diese Deutlichkeit bis anhin vermissen lassen.

(sda)

veröffentlicht: 12. Juli 2023 08:19
aktualisiert: 12. Juli 2023 08:19
Quelle: ZüriToday

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