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Warum es in einigen Zürcher Migros-Filialen immer noch Kassenzettel braucht

Self-Checkout

Warum es in einigen Zürcher Migros-Filialen immer noch Kassenzettel braucht

· Online seit 04.11.2023, 07:20 Uhr
Die Migros hat den gedruckten Kassenzettel ausgemustert. Eigentlich – denn in manchen Zürcher Filialen brauchen Kundinnen und Kunden immer noch einen Beleg für ihren Einkauf. Zumindest, wenn sie den Laden wieder verlassen wollen.
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Was bei Coop schon länger üblich ist, hat jetzt auch die Migros eingeführt: Am Self-Checkout bekommen Kundinnen und Kunden nicht mehr automatisch, sondern nur noch auf Wunsch einen Kassenzettel. Rund 100 Tonnen Papier will der Grossverteiler damit pro Jahr sparen.

In einigen Migros-Filialen der Region Zürich ist die Situation aber nicht so einfach. Denn in Oerlikon, am Albisriederplatz oder auch in Rapperswil setzt das Unternehmen weiterhin auf die vor einem Jahr eingeführten Schranken im Ausgangsbereich. Und nur wer den Kassenbon nach dem Self-Checkout scannt, dem öffnen sich die Türen.

Kassenzettel ist Ausgangsbillett

Die Migros führte die Schranken als Reaktion auf zunehmende Diebstähle ein. Und diese Diebstahlsicherung bleibt weiterhin in Kraft, obwohl auch in den genannten Filialen nicht mehr automatisch ein Beleg gedruckt wird, wie die «Limmattaler Zeitung» berichtet.

«Bei den Selbstbedienungskassen besteht die Möglichkeit, am Ende des Einkaufs auf den Button ‹Kassenbeleg drucken› zu klicken», wird eine Sprecherin zitiert. «Sollte man diesen Moment verpassen, kann das Kassenpersonal weiterhelfen, sei es mit einem Nachdruck des Bons oder dem Öffnen der Schranken.» Alternativ könne auch der Bon auf der Cumulus-App vorgezeigt werden.

Der neue Modus sei noch in der Umstellungsphase, heisst es bei der Migros weiter. Sobald sich die Kundinnen und Kunden umgewöhnt hätten, solle das Nachfragen beim Kassenpersonal in den Filialen mit Ausgangsschranken nicht mehr nötig sein.

Self-Scanning lohnt sich trotz höherem Diebstahlrisiko

Die Migros-Genossenschaft Zürich betont, es handle sich nur um einige wenige Filialen, in denen für den Einkauf weiterhin das Vorzeigen des Kassenzettels nötig sei. Wie gross dort die Verluste wegen Ladendiebstahls ist, kommentiert der Detailhändler nicht. Offenbar ist es ein beträchtlicher Betrag, sodass die Migros an den Schranken festhalten will, so die Limmattaler Zeitung.

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Zahlen gibt es von der Forschung. Laut einer Studie, in der Daten von 13 Supermarkt-Anbietern und Transaktionen im Wert von 72 Milliarden Euro analysiert wurden, unterschlagen Kundinnen und Kunden 0,44 Prozent der Self-Checkout-Ware bewusst. Je nachdem, wie ein Geschäft die Technologie einsetzt und seine Personalplanung ausrichtet, lohnt sich Self-Scanning trotz höherem Diebstahl-Risiko.

(osc)

veröffentlicht: 4. November 2023 07:20
aktualisiert: 4. November 2023 07:20
Quelle: ZüriToday

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