Zürich
Kanton Zürich

Tote von Richterswil war eine Escort-Dame

Tötungsdelikt

Tote von Richterswil war eine Escort-Dame

16.11.2023, 23:58 Uhr
· Online seit 16.11.2023, 17:18 Uhr
Das Rätsel um das Opfer des Tötungsdelikts von Richterswil ist gelöst. Es handelt sich um eine Escort-Dame, wie TeleZüri und ZüriToday exklusiv wissen. Zeugen sprechen von einem Blutbad.
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Samstagmorgen früh in einem Mehrfamilienhaus in Richterswil: Nachbarn hören Schreie aus der obersten Wohnung. Es ist die Wohnung eines 37-jährigen Schweizers. In dieser lebt er normalerweise mit seiner Partnerin. In der Tatnacht weilt diese aber im Ausland. Ihr Bett bleibt dennoch nicht verwaist.

Der Schweizer mit Wurzeln in Nordafrika bestellt eine Escort-Dame zu sich nach Hause. Mehrere Personen, die den Verfahrensbeteiligten nahestehen, bestätigen dies gegenüber TeleZüri und ZüriToday. Die Staatsanwaltschaft äussert sich dazu zurückhaltend. Der Fakt wird aber nicht dementiert.

Fahrer sollte Frau abholen

Gemäss einer Mitteilung der Kantonspolizei Zürich kam es in der Wohnung zu einem Streit. Warum, sagt die Polizei nicht. Keine Angaben gibt es auch zu der Art und Weise, wie die Frau getötet wurde. Gemäss Zeugenaussagen soll in der Wohnung viel Blut geflossen sein.

Die Polizei schreibt, dass die Frau noch am Tatort starb. Die Wiederbelebungsversuche des Rettungsteams seien gescheitert, so die Polizei weiter. Das Verbrechen flog auf, als die Escort-Dame zum vereinbarten Zeitpunkt nicht aus der Wohnung gekommen war.

Der Fahrer des Begleitdienstes sollte sie abholen. Als diese nicht bereitstand, soll er beim mutmasslichen Täter nachgefragt haben. Was danach geschah, ist unklar. Ebenso, wie sich der Fahrer in dieser Situation verhielt. Rief er selbst die Polizei? Oder waren es die aufgeschreckten Nachbarn? Die Staatsanwaltschaft macht dazu keine Angaben.

Täter und Opfer kannten sich nicht

Gemäss Informanten hat das Opfer den mutmasslichen Täter in der Tatnacht zum ersten Mal getroffen. Die 30-jährige Brasilianerin sei nur für drei Monate in die Schweiz gekommen und habe keine Arbeitsbewilligung gehabt, so die Informanten weiter.

Zwei Tage nach dem verheerenden Treffen in der Richterswiler Wohnung wäre sie zurück nach Brasilien gereist. Im Milieu hat sich der gewaltsame Tod der Escort-Dame schnell herumgesprochen. Vor allem unter den Brasilianerinnen herrsche Aufruhr. Dies sagt der Betreiber eines Escort-Services, der mit dem Verbrechen nichts zu tun hat. Das Opfer wird von ihm als sehr hübsch beschrieben.

Täter ist in U-Haft

Gemäss der Staatsanwältin gestalten sich die Ermittlungen aufwendig. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, dass die Vertreter des involvierten Escort-Services nicht besonders gesprächig sind. Klar ist der Status des Tatverdächtigen. Gegen ihn hat das Zwangsmassnahmengericht mittlerweile Untersuchungshaft verhängt. Weitere Personen befinden sich momentan nicht in Haft.

Benno Kälin

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veröffentlicht: 16. November 2023 17:18
aktualisiert: 16. November 2023 23:58
Quelle: ZüriToday

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