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Sicherheitsdirektor Fehr: «Kanton wird niemandem die Wohnung künden»

Zürcher Asylwesen

Sicherheitsdirektor Fehr: «Kanton wird niemandem die Wohnung künden»

06.03.2023, 15:24 Uhr
· Online seit 06.03.2023, 13:48 Uhr
Die Zahl der Asylsuchenden bleibt hoch. Die kantonale Sicherheitsdirektion hat daher entschieden, die Asyl-Aufnahmequote für alle Zürcher Gemeinden zu erhöhen. Regierungsrat Mario Fehr und Kantonsrat Jörg Kündig haben am Montagnachmittag darüber informiert.
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Die Zahl der Asylsuchenden bleibt hoch. Die kantonale Sicherheitsdirektion hat daher entschieden, die Asyl-Aufnahmequote für alle Zürcher Gemeinden zu erhöhen. Ab 1. Juni müssen sie 13 Asylsuchende auf 1000 Einwohnerinnen und Einwohner aufnehmen. Das entspricht einer Quote von 1,3 Prozent, aktuell sind es 0,9 Prozent.

Zivilschutzanlagen nutzen

Eine Anpassung der Quote sei unumgänglich, teilte der Kanton am Montag mit. Die Asylstatistik verzeichnet für den Kanton Zürich im vergangenen Jahr über 16'000 Zugänge. Das sind mehr als im Jahr 2021 in der Schweiz insgesamt.

Der Kanton empfiehlt den Gemeinden, für den Aufbau der nötigen Kapazitäten auf Kollektivstrukturen wie Zivilschutzanlagen zurückzugreifen und gemeindeübergreifend vorhandene Einrichtungen zu nutzen. Er selbst verdoppelte seine Unterbringungskapazitäten in den letzten Monaten auf über 2000 Plätze. Aktuell betreibt der Kanton 18 Unterkünfte.

Kritik gegenüber Negativberichten

Fehr hat an der Pressekonferenz versichert, dass der Kanton keine Wohnungskündigungen ausspricht. Er weist zudem die Gemeinden an, ebenfalls keine Kündigungen auszusprechen.

Der Sicherheitsdirektor hat zudem die Medien kritisiert. Man habe nur über den einen Negativfall Seegräben berichtet und die guten Leistungen von anderen Gemeinden nicht beachtet. So etwa Stäfa oder Oberengstringen, «die Gutes tun». Laut Fehr soll auch das Positive in den Medien beleuchtet werden.

(hap)

Hier gibts den Ticker zum Nachlesen:

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veröffentlicht: 6. März 2023 13:48
aktualisiert: 6. März 2023 15:24
Quelle: ZüriToday

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