Ausgebucht

«Schon ab elf Jahren wollen Kinder Fischereikurse machen»

Maarit Hapuoja, 24. Juni 2022, 09:08 Uhr
Fischen ist im Trend. Noch während der Primarschule und im Jugendalter wollen einige fischen lernen. Fischen gehen steht nämlich derzeit hoch im Kurs. Zu jung kann man fürs Fischen nicht sein. Doch will man eine Lizenz haben, muss man zumindest lesen und schreiben können.
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Fischen liegt schon seit einer Weile im Trend. Auf Ausbildungskurse und Fischereivereine gibt es aktuell einen hohen Andrang. Insbesondere viele junge Menschen haben dieses Hobby für sich entdeckt.

Hohe Nachfrage bei Kindern und Jugendlichen

Etwa 150 Personen sind zurzeit Mitglied beim «Fischereiverein Zürich 1883». Etwa 15 Prozent davon seien Jungfischer, also Kinder und Jugendliche. Das sagt René Briner, Vorstandsmitglied des Vereins. «Generell spüren wir eine Zunahme des Interesses. Einen Zuwachs stellen wir auch bei Kindern und Jugendlichen zwischen 10 und 15 Jahren fest.»

Der Fischerverein biete auch verschiedene Anlässse für Junge an und das komme sehr gut an. «Man merkt schon, dass auch mehr Junge kommen», so Briner. Wartelisten führt der Fischerverein nicht. Doch Anmeldungen werden nur noch zu Jahresbeginn angenommen.

Beim Greifensee ist momentan der Ansturm aufs Fischen so gross, dass für gewisse regional geführte Kurse kein Platz mehr frei ist. Auf der Website der «Freie Fischer-Vereinigung Greifensee-Schwerzenbach» steht: Jugendfischen – Kurs ausgebucht!

Wer einen Kurs macht, muss lesen und schreiben können

Beim Netzwerk Anglerausbildung melden sich jährlich etwa 8000 Personen, die einen Fischereikurs machen möchten. «Fischen ist ungebrochen interessant», sagt Geschäftsführer Adrian Aeschlimann. Dabei ist auch das junge Segment gut vertreten. «Ab elf, zwölf oder dreizehn Jahren sind einige dabei, die einsteigen möchten», so Aeschlimann.

Ein Mindestalter für die Kurse gebe es nicht. «Kinder, die den Kurs machen wollen, müssen fähig sein, die Fragen der Schlussprüfung selbständig zu beantworten – sprich Lesen und Schreiben können», sagt Aeschlimann. Fischerei sei etwas Generationenübergreifendes. Einen Boost fürs Hobby-Fischen sei auch Corona gewesen, da viele eine neue Freizeitbeschäftigung suchten.

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Wann ist eine Lizenz notwendig?

Das Freiangelrecht erlaubt es allen Personen im Zürichsee, Greifensee, Pfäffikersee und Türlersee vom Ufer aus mit einer Angelrute oder mit einer Schnur und Köder zu fischen. Freiangelfischen ist auf dem Zürichsee jedoch zeitlich beschränkt – im Sommer gilt die Erlaubnis von 4 Uhr bis 23 Uhr.

Wer vom Boot aus fischen möchte, muss dafür eine Lizenz lösen. Soll die Lizenz mehr als 30 Tage gültig sein, müssen die Fischer und Fischerinnen nachweisen, dass sie Kenntnisse über den tierschutzgerechten Umgang mit Fischen und Krebsen haben. Die Interessenten müssen einen sogenannten Sachkundenachweis erwerben – der Fischereikurs, von dem Adrian Aeschlimann oben gesprochen hat.

«Der Ausweis kann nicht ablaufen. Wenn man aber fischen gehen möchte, braucht man in den meisten Fällen noch ein Patent», so Aeschlimann. Man müsse also dem Besitzer des Fischrechts – oftmals ist das der Kanton – das Recht abkaufen, dass man dort fischen darf. Direkt nach dem Kursabschluss sei so ein Patentkauf möglich. Es kann entweder eine Tageskarte oder eine Jahreskarte gekauft werden.

Zeit zum quizzen!

Wenn du noch etwas Action möchtest, kannst du hier deine Fisch-Kenntnisse testen! Gibt es diese Fische oder nicht?

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 24. Juni 2022 07:27
aktualisiert: 24. Juni 2022 09:08