Weinland

SBB will mit Tierlauten Wildunfälle vermeiden

12. April 2022, 10:10 Uhr
Auf der Zugstrecke zwischen Winterthur und Stein am Rhein kommt es öfter zu Wildtierunfällen. Um diese zu verhindern, will die SBB Lautsprecher einsetzen. Und damit die Tiere warnen.
Die Lautsprecher imitieren beispielsweise Rehe, die ihr Kitz oder andere Rehe vor einer Gefahr warnen. (Archivbild)
© Keystone

Die SBB haben auf der Zugstrecke zwischen Winterthur und Stein am Rhein einen Lautsprecher installiert, der Tierlaute imitiert und somit Wildtierunfälle verhindern soll. Es handelt sich dabei um Laute, welche die Tiere mit einer natürlichen Gefahr verbinden. Das schreibt der Landbote.

Die SBB testen zwei solcher Anlagen seit Oktober 2020. Im Mai 2022 sollen sie operativ in Betrieb gehen. Ein Sensor aktiviert den Lautsprecher jeweils, etwa eine Minute bevor ein Zug einfährt.

Kollisionen mit grossen Wildtieren

Auf den genannten Streckenabschnitten gab es laut SBB-Sprecher Martin Meier jährlich zwei bis vier Kollisionen mit grossen Wildtieren wie Wildschweinen, Rehen, Gämsen oder Hirschen. Weil sich bei den Gleisen zwei überregionale Wildtierkorridore befinden, komme es bei diesen Abschnitten verhältnismässig öfter zu Kollisionen.

Mittels Aufnahmen von Wärmebildkameras wollen die SBB die Tests auswerten. Dort ist ersichtlich, wie sich die Tiere verhalten haben. Personen seien auf den Aufnahmen nicht identifizierbar.

(log)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 12. April 2022 10:10
aktualisiert: 12. April 2022 10:10
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