Littering

Richterswil will Abfallsünder mit Videokameras bekämpfen

11. April 2022, 07:13 Uhr
An den Sammelstellen in Richterswil wird immer wieder wild Abfall deponiert. Damit soll Schluss sein. Die Gemeinde installiert Kameras, um Abfallsünder abzuschrecken.
Die Gemeinde Richterswil will Abfallsündern mit Videokameras an den Kragen.
© Keystone

Die Gemeinde Richterswil hat neue Massnahmen im Kampf gegen die wilde Deponierung von Abfall angekündigt. Mehrere Sammelstellen sollen künftig mit Videokameras überwacht werden. So will Richterswil verhindern, dass Abfall an den Sammelstellen einfach abgeladen wird, wie die "Zürichsee-Zeitung" schreibt.

Besonders betroffen seien die Sammelstelle Braui und das Kerag-Areal. Jeden zweiten Tag liege dort Abfall, wird der Ressortvorsteher Werke Christian Stalder zitiert. Auch zwei weitere Sammelstellen, der Werkhof und das Bärebrüggli in Samstagern, soll in Zukunft per Video überwacht werden.

Gute Erfahrungen mit Kameras

Der Gemeinderat von Richterswil hat einen Kredit in Höhe von 130’000 Franken für die Videokameras genehmigt. Begründet werde dies mit den bisherigen Erfahrungen bei der Sammelstelle Kerag. Dort sei seit 2014 eine Kamera platziert.

Das Ausmass an deponiertem Abfall sei an der Sammelstelle zurückgegangen. Einige Abfallsünder seien auch gebüsst worden. Allerdings müsse die Videoanlage bei der Sammelstelle Kerag erneuert werden. Diese sei aufgrund des Alters in einem desolaten Zustand und die Qualität der Bilder sei ungenügend. Das vermindere den Abschreckungseffekt.

Die Aufnahmen der Kameras sollen nur von ausgewählten Personen gesichtet werden, wie die Zürichsee-Zeitung weiter schreibt. Sobald ein Verfahren eröffnet werde, schickten die Werke das Material an die Gemeindepolizei weiter.

(osc)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 11. April 2022 07:27
aktualisiert: 11. April 2022 07:27
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