Das auch noch

Rentnerin muss nach Brand ihres Hauses Geldstrafe zahlen

24. Juni 2022, 19:01 Uhr
Nach dem Anzünden eines sehr trockenen Christbaumes brannte im Januar 2021 ein Haus fast komplett nieder. Das Rentnerehepaar wurde dabei verletzt und verlor ihren gesamten Besitz. Auch wichtige Dokumente des Sohnes, ein bekannter Sektenexperte, wurden vernichtet. Nun brummt die Staatsanwaltschaft der Rentnerin noch eine Strafe auf.
Obwohl sich der Christbaum im permanenten Blickwinkel der Frau und ihres 81-jährigen Ehemanns befand, wurde das Ehepaar plötzlich davon überrascht, dass der Baum sich entzündet hatte.

Zuerst brannte der Christbaum und danach das ganze Haus. Am 3. Januar dieses Jahres zerstörte ein Feuers ein Einfamilienhaus in Rüti komplett. Die Bewohner verletzten sich beim Versuch den Brand zu löschen und wurden ins Spital eingeliefert. Grund für den Brand: Das letzte Anzünden der Kerzen am Christbaum.

Weihnachtsbaum war staubtrocken

Denn dieser Baum stand bereits seit 21 Tagen im warmen Haus, was den Nadelbaum gefährlich austrocknete. Solche Fälle geschehen immer wieder. Gerade kurz nach der Weihnachtszeit – mehr dazu im Video von TeleZüri kurz nach dem Brand:

Quelle: TeleZüri

Nun muss die Frau auch noch eine Geldstrafe zahlen, wie die NZZ berichtet. Laut einem Strafbefehl entstand durch das Feuer ein Schaden von 340’000 Franken. Hinzu kommen weitere 90’000 Franken Schaden an einer historischen Bücher- und Figurensammlung und Möbeln des Sohnes, die sich im Obergeschoss des Hauses befunden hatten.

2200 Franken bedingte Geldstrafe plus Verfahrenskosten 

Die Rentnerin habe fahrlässig und unter Herbeiführung einer Gemeingefahr eine Feuersbrunst verursacht und dabei Leib und Leben von Menschen in Gefahr gebracht. Das ausgesprochene Strafmass ist allerdings den Umständen entsprechend doch sehr tief: Sie wird mit einer bedingten Geldstrafe von 5 Tagessätzen à 440 Franken (2200 Franken) bestraft.

Der Vollzug der Geldstrafe wird bei einer Probezeit von zwei Jahren aufgeschoben. Bezahlen muss die Rentnerin aber trotzdem rund 1920 Franken für das Strafverfahren: 800 Franken Gebühren für das Vorverfahren und 1120 Franken Auslagen für ein Gutachten.

Der Sohn ist der bekannte Sektenexperte Georg Otto Schmid. Er hat mit seiner Frau zusammen im Haus seiner Eltern eine Sammlung von historischen Dokumenten gelagert. Diese wurde komplett zerstört.

(lol)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 24. Juni 2022 19:01
aktualisiert: 24. Juni 2022 19:01
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