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Primarschule Oetwil-Geroldswil entlässt Lehrer wegen «erheblichen Grenzüberschreitungen»

Oetwil-Geroldswil

Primarschule entlässt Lehrer wegen «erheblichen Grenzüberschreitungen»

· Online seit 10.07.2024, 07:41 Uhr
Ein Lehrer muss die Primarschule Oetwil-Geroldswil wegen zu viel Nähe zu den Kindern verlassen. Er habe erhebliche Grenzüberschreitung begangen, sagt die Schule. Auf eine Strafanzeige wird aber verzichtet.
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Die Primarschule Oetwil-Geroldswil (PSOG) hat einen Lehrer wegen «erheblicher Grenzüberschreitungen» im Umgang mit den Kindern freigestellt und das Arbeitsverhältnis fristlos aufgelöst. Schulpräsidentin Daniela Kugler bestätigte gegenüber «20 Minuten», dass am Vormittag des 1. Juli Hinweise auf ein «möglicherweise unangemessenes Verhalten» des Lehrers gegenüber einzelnen Kindern eingegangen seien. Es folgten Abklärungen und Gespräche, bei denen auch der betroffene Lehrer angehört wurde.

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Die Schule konkretisierte die Vorwürfe nicht weiter, um die betroffenen Kinder zu schützen. Kugler betonte jedoch, dass die vom Lehrer gesuchte Nähe klar das Mass an pädagogisch zulässigem Körperkontakt überschritten habe. Dies habe eine Weiterbeschäftigung des Lehrers undenkbar gemacht. Die Schule verzichtet allerdings auf eine Strafanzeige, da keine sexuellen Handlungen bekannt geworden seien.

Die Schulleitung hat Massnahmen ergriffen, um den Unterricht bis zu den Sommerferien und darüber hinaus sicherzustellen. Die Eltern der betroffenen Klasse wurden informiert und stehen in engem Kontakt mit der Schule.

Der Vorfall ereignete sich in einem der beiden Schulhäuser der PSOG in Geroldswil. Bereits im Juni gab es in Zürich ähnliche Vorfälle: Ein Lehrer wurde wegen grenzüberschreitenden Verhaltens freigestellt und verhaftet. Daneben wurde ein Klassenlehrer des 10. Schuljahrs vom Bezirksgericht Zürich verurteilt, weil er sich an einer Schülerin vergangen hatte.

(osc)

veröffentlicht: 10. Juli 2024 07:41
aktualisiert: 10. Juli 2024 07:41
Quelle: ZüriToday

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