Zürich
Kanton Zürich

Polizei nimmt Ermittlungen eines Tötungsdelikts von 1999 wieder auf

Schlieren

Polizei rollt Tötungsdelikt von 1999 wieder auf

24.03.2022, 12:04 Uhr
· Online seit 24.03.2022, 11:56 Uhr
Involvierte Personen hielten damals wohl Informationen bewusst zurück, um sich nicht selber zu belasten. Heute sind mit Ausnahme des Tötungsdelikts sämtliche Straftaten verjährt. Die Polizei hofft, neue Hinweise zum Delikt von 1999 zu erhalten.
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Im November 1999 wurde in Schlieren ein aus Nordmazedonien stammender Mann mit Schüssen tödlich verletzt. Aufgrund neuer Ansätze nimmt die Kantonspolizei Zürich die Ermittlungen erneut auf und setzt eine Belohnung von 10‘000 Franken für Hinweise aus.

Unbekannte Person schoss auf zwei Nordmazedonier

Damals schoss eine unbekannte Person in Schlieren auf den damals 20-jährigen Mann und seinen 22-jährigen Begleiter. Durch die Schüsse wurde der Mann getötet und sein Begleiter verletzt. Bei den Opfern handelte es sich um zwei im Kanton Solothurn wohnhafte Nordmazedonier.

Ein 18-jähriger Mann mit albanischer Staatsangehörigkeit geriet in Tatverdacht. Er wurde Ende 2000 in Italien verhaftet und 2002 an die Schweiz ausgeliefert. Mangels ausreichender Beweise wurde das Verfahren gegen ihn 2003 eingestellt. Die bisherigen Ermittlungen führten zu Hinweisen auf diverse Straftaten, die mutmasslich durch Personen aus dem Umfeld des Tatverdächtigen und der Opfer begangen wurden.

Wurden Informationen zurückbehalten?

Laut der Kantonspolizei Zürich besteht die Vermutung, dass involvierte und befragte Personen deshalb Informationen über die Täterschaft und deren Motiv bewusst zurückhielten, um sich nicht selber zu belasten. Heute sind mit Ausnahme des Tötungsdelikts sämtliche Straftaten verjährt. Deshalb nimmt die Kantonspolizei Zürichdie Ermittlungen nun erneut auf.

Personen aus dem damaligen Umfeld der Beteiligten, mit Kenntnissen über die Täterschaft und deren Motiv, werden gebeten, sich mit der Kantonspolizei Zürich in Verbindung zu setzen.

(hap)

veröffentlicht: 24. März 2022 11:56
aktualisiert: 24. März 2022 12:04
Quelle: ZüriToday

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