Zürich
Kanton Zürich

Nach Fall von Vogelkrippe in Kleinandelfingen: Das bedeuten die Massnahmen für Geflügelhalter

Vogelgrippe-Fall

Jetzt müssen Hühner und Gänse im Zürcher Weinland getrennt leben

· Online seit 05.01.2024, 19:51 Uhr
Ein Höckerschwan starb Ende Dezember im Oerlingerried im Zürcher Weinland an der Vogelgrippe. Das Veterinäramt hat darauf reagiert. Geflügelhalter müssen nun verhindern, dass ihr Geflügel angesteckt wird.
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Der Kanton Zürich reagiert auf den an der Vogelgrippe gestorbenen Höckerschwan und errichtete in Absprache mit dem Bundesamt für Lebensmittel und Veterinärwesen (BLV) rund um die Fundstelle im Oerlingerried bei Kleinandelfingen ein Kontrollgebiet sowie ein Beobachtungsgebiet.

Darin gelten für Geflügelhalter Massnahmen, die verhindern sollen, dass das Virus nicht in die Geflügelzuchten eingeführt wird. Der Kontakt von Wildvögeln zu den Zuchttieren soll verhindert werden.

Benachrichtigt worden seien registrierte Geflügelhaltende im Kontroll- und Beobachtungsgebiet, erklärt Rudolf Gubler, Leiter Amtsstab des Veterinäramts Kanton Zürich, auf Anfrage. Weiter seien die betroffenen Gemeinden und die Tierärztegemeinschaft des Kantons informiert worden.

Zäune und Netze sollen Wildvögel abhalten

Um die Biosicherheit zu gewährleisten, darf Geflügel in den beiden Zonen nur noch in Ställen oder geschlossenen Aussengehegen gehalten werden.

Weiter soll nur die kleinstmögliche Anzahl Personen Zutritt zur Geflügelhaltung haben und Hühner müssen von Gänsen getrennt gehalten werden. Der Transport von Tieren aus der Kontrollzone ist verboten.

In der Kontrollzone, deren Radius einen Kilometer beträgt, muss jeder Geflügelhaltende die Auflagen einhalten. Im grösseren Beobachtungsgebiet gelten die Massnahmen nur für Zuchten mit mehr als 50 Tieren.

Für das Veterinäramt seien die Massnahmen ausreichend, um zu verhindern, dass das H5N1-Virus in eine Geflügelhaltung gelangen könnte, so Rudolf Gubler. Dass das Kontroll- und Beobobachtungsgebiet vergrössert werden solle, sei nicht vorgesehen.

Einzelne Fälle Ende 2022 und Anfangs 2023 registriert

Bereits im Februar 2023 wurde in der Gemeinde Trüllikon das Vogelgrippevirus nachgewiesen. Damals waren Schwarzschwäne einer privaten Zucht betroffen, weshalb die Schutzzone sich auf den verseuchten Betrieb beschränkte. Im November 2022 verendeten in Seuzach ein Graureiher und ein Pfau, die privat gehalten wurden. Wie Rudolf Gubler erklärt, scheint das Virus eine Saisonalität im Winterhalbjahr aufzuweisen.

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veröffentlicht: 5. Januar 2024 19:51
aktualisiert: 5. Januar 2024 19:51
Quelle: ZüriToday

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