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Kanton Zürich

Horgen ruft Bevölkerung zum Kampf gegen die Tigermücke auf

Ungeliebtes Insekt

Horgen ruft Bevölkerung zum Kampf gegen die Tigermücke auf

19.06.2023, 16:14 Uhr
· Online seit 19.06.2023, 13:49 Uhr
Seit 2021 treibt sich die Tigermücke in Horgen herum. Um ihre Brutstätten zu eliminieren, ruft die Gemeinde die Bevölkerung zum Handeln auf. Über 900 Informationsbriefe verschickte sie zu diesem Zweck.
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Gefüllte Wassereimer, Spritzkannen, Vasen oder Kinderschwimmbecken sind der Gemeinde Horgen ein Dorn im Auge. Denn in solchen Behältern legt die Tigermücke gerne ihre Eier. In einem Infoschreiben bittet die Gemeinde darum, diese potentiellen Brutstätten zu verhindern, schreibt die «Zürichsee-Zeitung». Die Gemeinde Wollishofen ging 2018 mit ähnlichen Mitteln erfolgreich gegen die Tigermücke vor.

Weiter empfiehlt die Gemeinde, Regenwassertonnen mit Netzen abzudecken. Und wer eine Tigermücke sichtet, soll dies unter www.muecken-schweiz.ch melden und ein Insekt zur Bestimmung einschicken. Die Tigermücke ist an ihren schwarz-weiss gestreiften Beinen erkennbar.

Aus zwei Mücken werden schnell 70 Millionen

Im Jahr 2021 entdeckte die Abteilung Energie und Umwelt in Horgen rund 100 Eier der Tigermücke. Vergangenes Jahr seien es noch rund 20 gewesen. Das Insekt könne sich jedoch rasant ausbreiten: Innerhalb von zwei Monaten können aus zwei Tigermücken ganze 70 Millionen werden.

Die asiatische Tigermücke ist nicht heimisch in der Schweiz und unangenehmer als die hiesigen Hausmücken. Sie sticht nicht nur häufiger, sondern auch tagsüber und mit potentiell schwerwiegenderen Folgen. Die Tigermücke kann Viren wie Dengue, Chikungunya und Zika übertragen, wobei dies in der Schweiz noch nicht vorgekommen sei.

(lba)

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veröffentlicht: 19. Juni 2023 13:49
aktualisiert: 19. Juni 2023 16:14
Quelle: ZüriToday

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