Häufigste Nachnamen

Fertig Müller, Meier & Co. – jetzt heisst man in Zürich da Silva und Krasniqi

1. September 2022, 10:55 Uhr
Eine Auswertung des Bundesamts für Statistik zeigt, dass ausländische Nachnamen in der Region Zürich auf dem Vormarsch sind. So haben in Schlieren und Spreitenbach portugiesische und albanische Nachnamen die Müllers längst abgehängt.

Fast 54'000 Menschen in der Schweiz trugen per Ende 2021 den Nachnamen Müller. Somit ist es der häufigste Nachnamen des Landes. Auf Platz zwei schafften es die Meiers (33'100) und dicht dahinter die Schmids (30'500).

Gashi nach Meier

In manchen Zürcher Gemeinden zeichnet sich aber ein anderes Bild. Dort macht sich die Zuwanderung namentlich bemerkbar. In Schlieren etwa ist der häufigste Nachnamen da Silva. Die Müllers können sich doch noch den zweiten Rang sichern. Gefolgt von einem weiteren portugiesischen Namen: Fernandes.

Gleich neben der Kantonsgrenze in Spreitenbach (AG) dominiert mit Krasniqi ebenfalls ein ausländischer Name. Der Familienname stammt aus dem Albanischen und ist einer der häufigsten im Kosovo. In der Nachbargemeinde Dietikon schafft es auch ein albanischer Name in die Top 3. Nach Müller und Meier tragen in der Zürcher Gemeinde 100 Personen den Familiennamen Gashi. Dicht gefolgt von Ramadani und Krasniqi, wie die «Limmattaler Zeitung» (Bezahlartikel) berichtet.

In und um Zürich

In der Stadt Zürich sind die Nachnamen wieder etwas bünzliger. In jedem Stadtkreis ist Müller am häufigsten auf Türschildern zu finden. Auch rund um die Stadt sind die Müllers, Meiers und Schmids in der Überzahl, wie ein Blick in die Namensstatistik des Bundes zeigt.

In Herrliberg taucht einer neuer Nachname auf der Rangliste auf. In der Gemeinde am rechten Seeufer stehen die Kellers an oberster Stelle. In der Gemeinde Islisberg (AG) sucht man alle drei Top-Namen vergebens in der Rangliste. In der 600-Seelen-Gemeinde wurden sie von Stutz, Keller und Frey vom Podest verdrängt.

Alle heissen Amstutz

Klickt man sich etwas durch die interaktive Karte des Bundesamt für Statistik, sticht eine kleine Gemeinde im Kanton Bern ins Auge. In Rebévelier – dem 41-Seelen-Dorf – tragen 80 Prozent der Einwohner und Einwohnerinnen den gleichen Nachnamen. Und zwar: Amstutz.

(lea/ema)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 1. September 2022 10:59
aktualisiert: 1. September 2022 10:59
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