Fall Wallisellen

Entführer von Impfchef Berger gab sich als Polizist aus

15. April 2022, 21:45 Uhr
Der Schweizer Impfchef Christoph Berger ging mit einer vorgespielten Sicherheitskraft mit. Ihm wurde vorgegaukelt, er sei in Gefahr. Die brisante Straftat blieb innerhalb der Behörden tagelang unter dem Deckel.

Quelle: CH Media Video Unit / Silja Hänggi

Irgendwann am Abend des 31. März meldete sich jemand an der Tür bei Christoph Berger, in einer Gemeinde in der Nähe von Zürich. Der Mann schien ein Polizist zu sein, diesen Eindruck erweckte seine Kleidung. Der Mann gab vor, Berger sei in Gefahr, und sagte ihm, er solle mitkommen. Berger befolgte die Anweisung. Dies berichten Quellen gegenüber dem «Tagesanzeiger».

Die Bedrohung schien für Berger nicht abstrakt. Der Mann, der vor ihm stand, war die Gefahr. Er war ein deutscher Waffennarr. Was er aber nicht war: Ein echter Polizist.

Irgendwann in der Stunde nach der Abfahrt beendete der Entführer seine Täuschung an einem unbekannten Ort in der Region Zürich. Er sagte Berger, dass er ihn in seiner Gewalt habe und dass er laut dem «Tagesanzeiger» eine sechsstellige Summe von ihm fordere. Zusätzlich bedrohte der Entführer sein Opfer mit Schusswaffen.

Der Impfchef sagte, er sichere die Erfüllung der Forderung zu. Dies ergibt sich aus einem Statement, das Berger später veröffentlichte. Danach liess der Mann Berger in der Region Zürich frei.

(hap)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 15. April 2022 21:44
aktualisiert: 15. April 2022 21:45
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