Zürich
Kanton Zürich

Dealer wird wegen 245 Gramm Heroin des Landes verwiesen

Dietikon

Dealer wird wegen 245 Gramm Heroin des Landes verwiesen

· Online seit 29.11.2023, 13:45 Uhr
Ein 48-jähriger Albaner war eigentlich bereits ausgeschafft worden. Um schnell an Geld zu kommen, reiste er in die Schweiz zurück und wollte mit Drogengeschäften ans schnelle Geld.
Anzeige

Im Mai 2023 reiste ein eigentlich bereits ausgeschaffter, 48-jähriger Albaner von Italien her in die Schweiz ein. Unterwegs war der Mann mit dem Zug. Als Grund, weshalb er trotz Verbot erneut in die Schweiz einreiste, nannte er vor dem Bezirksgericht Dietikon: «Die Not treibt einen an».

Schnelles Geld mit Drogen

Um nicht geschnappt zu werden und sich unbehelligt fortbewegen zu können, beschaffte sich der 48-Jährige einen gefälschten Ausweis und bediente sich eines italienisch klingenden Namens. Um schnell an Geld zu kommen, liess sich der Familienvater auf ein Drogengeschäft ein.

Im Mai führte die Polizei eine Hausdurchsuchung bei dem Beschuldigten durch. Bei der Durchsuchung fanden die Beamten insgesamt 245 Gramm reines Heroin, wie die «Limmattaler Zeitung», schreibt. Von einem schweren Drogenhandel spreche man ab 12 Gramm, erläuterte die Richterin.

Drogen, Streckmittel und Bargeld

Die Beamten fanden bei der Durchsuchung jedoch nicht nur Heroin, sondern auch etwa 2,4 Gramm Kokaingemisch und rund 800 Gramm Streckmittel. Die Drogen sollte der Beschuldigte weiterverkaufen und bei der Übergabe des Drogengeldes 2000 Franken für sich erhalten.

Zum Geldaustausch kam es jedoch gar nicht erst und der Beschuldigte sitzt seither ein. Vor Gericht gibt der Angeklagte kleinlaut zu: «Natürlich ist das, was ich getan habe, nicht gut.» Die Tat habe er nicht aus dem Grund begangen, sich Luxus zu gönnen, sondern aus familiären Gründen. Seinem Sohn wolle er ausserdem ein besseres Vorbild sein, gibt er vor Gericht an.

Zwanzig Jahre Schweiz-Verbot

Das Gericht verurteilte den bereits früher straffällig gewordenen Mann zu einer Freiheitsstrafe von insgesamt 26 Monaten und verhängte einen Landesverweis von 20 Jahren. Die Strafe fiel aufgrund der früheren Straftaten entsprechend hoch aus. Sein Auftraggeber wurde nicht gefasst.

Scan den QR-Code

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir die Today-App.

(roa)

veröffentlicht: 29. November 2023 13:45
aktualisiert: 29. November 2023 13:45
Quelle: ZüriToday

Anzeige
Anzeige
zueritoday@chmedia.ch