Zürich

Heftige Gewitter: Sturm reisst Baugerüst auf Tram-Fahrleitung

24. Juni 2022, 20:26 Uhr
Am Donnerstagabend und in der Nacht auf Freitag sind teils kräftige Gewitter von Westen her über die ganze Schweiz gezogen. In Zürich stürmte es so heftig, dass gar ein Baugerüst von einer Wand gerissen wurde.
Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: TeleZüri

Und wieder rumpelte es heftig in der Schweiz. Bereits am späteren Donnerstagnachmittag und frühen Abend zogen mehrere Gewitterzellen von Bern in Richtung Zürich.

Kurz nach 20.30 Uhr erreichte der Sturm dann die Stadt. In Wiedikon wurde dabei ein Baugerüst von einem Gebäude gerissen und landete auf der Tram-Fahrleitung bei der Haltestelle Werd.

Ein Leserreporter schickte der Redaktion ein Bild des umgestürzten Gerüsts. Die Polizei musste deswegen ausrücken, wie der zuständige Einsatzleiter gegenüber ZüriToday bestätigte.

«Das Ding löste sich wie ein altes Poster an einer Wand»

Der Leserreporter zum Sturz des Baugerüsts: «Das Ding löste sich wie ein altes Poster an einer Wand.» Innert Sekunden sei das massive Teil regelrecht von der Wand gefallen.

Die starken Böen beeinträchtigten auch die Starts und Landungen am Flughafen Zürich. Es kam zu beträchtlichen Verspätungen, wie ein Blick auf die An- und Abflüge auf dem Tableau im Internet zeigte. Der «Blick» hatte zuerst über den eingeschränkten Flugbetrieb berichtet.

Wo es am meisten blitzte

Die Gewitter wüteten im Kanton Bern am heftigsten. Meteonews zählte insgesamt 3024 Blitze. Zürich ist mit 1389 Blitzen auf dem dritten Platz, hinter Thurgau mit 1451 Blitzen, heisst es in der Schlussbilanz von Meteonews.

In Teilen der Schweiz gab es kräftige Sturmböen, etwa in Koppigen BE mit 119 Kilometern die Stunde, in Freiburg (84 km/h) oder in Mathod VD (83 km/h). Begleitet waren die Böen, die teilweise Orkanstärke erreichten, von kräftigem Regen. So fielen in Koppigen 62 Millimeter Regen. Das sind knapp 60 Prozent der Juni-Norm. Auch in Locarno TI wurden mehr als 60 Millimeter Regen gemessen.

TV-Studio versinkt, Fussgängerzone wird zum Fluss

Auch in Schaffhausen tobte der Sturm zum zweiten Mal in Folge. Winde mit über 104 km/h fegten über die Stadt. Am Dienstagabend war zum Wind auch noch heftiger Regen dazugekommen, der den regionalen TV-Sender unter Wasser setzte.

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: CH Media Video Unit / Katja Jeggli / BRK News

Player spielt im Picture-in-Picture Modus

Quelle: TeleZüri

Am Mittwochabend hatte es bereits die Region Zürichsee getroffen. Das Ufer wurde geflutet, in Stäfa glich die Fussgängerzone gar einem reissenden Fluss.

(sda/bla/jaw)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 24. Juni 2022 01:30
aktualisiert: 24. Juni 2022 20:26
Anzeige