Nach Hacker-Angriff in Bülach

Besserer Schutz: Kanton Zürich baut Zentrum für Cybersicherheit auf

22. Juli 2022, 19:16 Uhr
Der Regierungsrat will die Verwaltungen von Kanton und Gemeinden widerstandsfähiger gegen Hacker-Angriffe machen. Er baut dazu ein kantonales Zentrum für Cybersicherheit auf. 18 Stellen werden dafür geschaffen.

Der Schutz von behördlichen Daten und von kritischer Infrastruktur werde als Qualitätsmerkmal eines Standorts immer wichtiger, begründete SVP-Finanzdirektor Ernst Stocker die Massnahme gemäss einer Mitteilung vom Freitag.

Zu diesem Zweck hat der Regierungsrat eine Cyberstrategie verabschiedet. Eine der geplanten Massnahmen ist ein so genanntes Bug Bounty Programm, bei dem «wohlgesinnte» Hacker Schwachstellen aufspüren sollen.

Jüngstes Beispiel einer angegriffenen Verwaltung ist die Stadt Bülach, die seit Montag teilweise lahmgelegt ist. Seit Beginn der Woche waren die Dienstleistungen der Bülacher Verwaltung eingeschränkt. Die Nutzung der IT-Infrastruktur war stark beeinträchtigt. So waren Mitarbeitende nicht per Mail erreichbar und Bestellungen und Nachrichten via Website konnten nicht abgewickelt werden.

Betroffen vom Cybervorfall in Bülach ist auch das Freibad. Weil das Kassensystem nicht funktioniert, konnten keine Eintritte verbucht werden. Der Badibesuch in Bülach ist aber mittlerweile wieder kostenpflichtig.

(sda/hap)

Quelle: sda
veröffentlicht: 22. Juli 2022 19:16
aktualisiert: 22. Juli 2022 19:16
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