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Badischiff am Rheinfall fuhr 25 Jahre ohne Bewilligung

Weinland

Badischiff am Rheinfall fuhr 25 Jahre ohne Bewilligung

06.06.2023, 16:17 Uhr
· Online seit 06.06.2023, 13:45 Uhr
Das Badiboot in der Bachdelle in Dachsen darf nicht mehr fahren. Eigentlich wäre der Betrieb in der bisherigen Form überhaupt nie erlaubt gewesen. Eine Gefahrenmeldung brachte ans Licht, dass an der Anlegestelle ein Stillliegeverbot herrscht.
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Das Badiboot fuhr 25 Jahre lang zum Rheinfall, wo die Passagiere vor spektakulärer Kulisse einen Sprung ins kühle Nass wagen konnten. Doch an der Stelle in der Dachsemer Badi, wo das Schiff jeweils anlegte, herrscht seit 50 Jahren ein Stillliegeverbot, berichtet der «Tages Anzeiger». Eine entsprechende Bewilligung hat die Gemeinde Dachsen nie eingeholt. Dies wird dem Badischiff durch eine anonyme Meldung jetzt zum Verhängnis.

Gemeinde Dachsen ist enttäuscht

«Bis zur Gefahrenmeldung bestand kein Handlungsbedarf», sagt der Gemeindepräsident Urs Schweizer. Er sei sehr enttäuscht und könne den Entscheid nicht verstehen. «Alle Beteiligten sind davon ausgegangen, dass sie sich richtig verhalten.»

Die Kantonspolizei Zürich kam zum Schluss, dass zwischen schwimmenden Personen im Wasser und dem angelegten Badiboot eine Kollisionsgefahr bestehe. Die Gemeinde Dachsen akzeptiert das deswegen ausgesprochene Verbot und thematisiert es an der kommenden Gemeinderatssitzung. Es steht zur Diskussion, das Badiboot an einer anderen Stelle anzulegen.

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Badiboot verkehrte 25 Jahre unfallfrei

Die Betreiberfirma Schiffmändli hofft, dass man das Problem damit lösen kann. Auch hier ist man betrübt über den Entscheid, vor allem auch, weil man das Badiboot während 25 Jahren ohne Unfall betrieben habe.

(lba)

veröffentlicht: 6. Juni 2023 13:45
aktualisiert: 6. Juni 2023 16:17
Quelle: ZüriToday

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