Zürich

In Herrliberg patroulliert die Polizei Region Meilen wegen Hundekot

Kampf gegen Hundekot

In Herrliberg patrouilliert eine Gaggi-Polizei

· Online seit 17.04.2024, 07:13 Uhr
Hündeler verschmutzen trotz Kampagne einige Orte in der Gemeinde Herrliberg am Zürichsee mit Kot. Sie greift deshalb mithilfe der Polizei durch. Wer erwischt wird, kassiert eine Busse von über 60 Franken.
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Ungezogene Hündeler nehmen dem Goldküsten-Dorf den Glanz. Hundekot verschmutzt seit einiger Zeit Orte in Herrliberg. So lassen Hündeler immer wieder den Kot ihrer Vierbeiner auf Kulturland und Freizeitflächen liegen. Im letzten Sommer startete die Gemeinde deshalb eine Kampagne. «Hier ist keine Hundetoilette!», steht auf den Plakaten, die auf die Hundekot-Aufnahmepflicht hinweisen. Auch warnen sie, dass Widerhandlungen mit Busse geahndet werden. Dennoch haben die Plakate nicht den gewünschten Effekt erzielt.

Die Gemeinde greift deshalb mithilfe der Polizei durch. «Die Polizei Region Meilen wird ihre Präsenz erhöhen», kündigte die Gemeinde in ihren News kürzlich an. Leider seien die Massnahmen nötig aufgrund einer kleinen Zahl von Hundehaltern. Die meisten Hündeler nutzten zur Entsorgung des Hundekots eine der über 50 Robidog-Stationen auf dem Herrliberger Gemeindegebiet.

Polizei patrouilliere uniformiert und in Zivil

Die Polizei Region Meilen bestätigt die Massnahme. «Die Polizei wird zu unregelmässigen Zeiten sowohl sichtbar, uniformiert, als auch in Zivil präsent sein und Kontrollen machen», sagt Polizeichef Martin Schmäh auf Anfrage. Die Polizei werde an allen stark von Hundehaltern mit ihren Vierbeinern frequentierten Örtlichkeiten patrouillieren.

Entsorgen Hündeler den Kot nicht korrekt, droht eine Ordnungsbusse von über 60 Franken. Martin Schmäh verweist auf das Zürcher Hundegesetz. Wer einen Hund ausführt, muss ihn diesem zufolge so beaufsichtigen, dass Kulturland und Freizeitflächen nicht durch Kot verschmutzt werden. Ausserdem schreibt es vor, Kot in Siedlungs- und Landwirtschaftsgebieten sowie auf Strassen und Wegen korrekt zu beseitigen.

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In Herrliberg mit rund 6700 Einwohnerinnen und Einwohnern sind aktuell rund 500 Hunde registriert. Gemeindeschreiber Tumasch Mischol sagt auf Anfrage, dass Meldungen vor allem betreffend Herrenweg eingingen. Dabei handelt es sich um einen beliebten Spazierweg mit Aussicht auf die Berge.

Polizei in Uster musste wegen Kot zweimal ausrücken

Mit der erhöhten Polizeipräsenz will die Gemeinde Weidetiere schützen. Ernten Landwirte verschmutztes Wiesengras, wird der Kot fein im Futter verteilt. Fressen Nutztiere dieses Weidefutter, können Krankheitserreger übertragen werden. «Bisher war meines Wissens glücklicherweise noch kein Tier betroffen», sagt Tumasch Mischol. Zudem kann der Hundebandwurm bei Rindern zu Fehl- und Totgeburten führen.

Etwa die Stadt Uster schickt präventiv keine Robidog-Polizei raus. Ausrücken musste die Polizei jedoch im Zuge einer Anzeige. Eine Drittperson meldete, dass Hundekot auf einem Waldweg festgestellt worden sei. «In den letzten fünf Jahren ging es dabei um zwei Ausrückfälle, welche dann vor Ort zu keiner Erstellung des Sachverhalts geführt haben», bestätigt Andreas Baumgartner, Kommandant der Stadtpolizei Uster. In der Folgewoche habe die Polizei am besagten Ort und zu ähnlichem Zeitpunkt Fernkontrollen durchgeführt.

veröffentlicht: 17. April 2024 07:13
aktualisiert: 17. April 2024 07:13
Quelle: ZüriToday

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