Zürich

Gruslige Entdeckung im Zürcher Weinland: Hausbesitzer findet menschliche Skelette im Garten

Gruslige Entdeckung im Zürcher Weinland

Hausbesitzer findet menschliche Skelette im Garten

· Online seit 06.09.2022, 17:23 Uhr
Ende März entdeckt ein Hausbesitzer beim Umgraben seines Gartens plötzlich Knochen. Wie sich herausstellt, handelt es sich um die skelettierten Überreste zweier Frauen und nicht, wie der Besitzer annahm, um Knochen eines Schafes.
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Einen Teil seines Gartens wollte ein Hausbesitzer in Unterstammheim zu Parkplätzen umbauen. Bei den Grabungen machte machte er eine grausige Entdeckung. Beim buddeln im Erdreich kamen Knochen zum Vorschein. «Wir dachten im ersten Moment, dass es die Überreste eines vergrabenen Schafes sein könnten», sagt der Liegenschaftsbesitzer gegenüber dem «Tages-Anzeiger». Weit gefehlt, wie sich herausstellt. Die Skelette gehören zu einem Menschen.

Frauenskelette im Garten

Wie die Forensik und das anthropologische Institut der Universität Zürich herausfinden, handelt es sich sogar um Überreste zweier Personen. Zwei Frauen, die schon vor über tausend Jahren den Tod fanden. Eine der Frauen war zum Zeitpunkt ihres Todes zwischen 35 und 40 Jahre alt.

Wie der Kantonsarchäologe Adrian Huber sagt, seien solche Funde nicht sehr häufig. Möglich wäre, wie Huber erklärt, dass die Überreste der beiden Frauen zu den anderen frühmittelalterlichen Gräbergruppe in Unterstammheim gehören könnten. Mittels Radiokohlenstoffdatierung konnte nachgewiesen werden, dass die beiden Personen zwischen 700 und 900 nach Christus gestorben sind.

Fundstücke gehören dem Kanton

Die Gräber, die man bereits im 19. und 20. Jahrhundert fand, lassen sich auf das 7. Jahrhundert datieren. Erst 2016 fanden Archäologen frühmittelalterliche Gräber und, das nur 75 Meter von der neusten Fundstelle entfernt.

Zur Meldung solcher Funde ist man sogar gesetzlich verpflichtet. Teilweise landen solche Fundstücke wieder beim Finder. Gehören tun diese aber per se dem Kanton Zürich.

(roa)

veröffentlicht: 6. September 2022 17:23
aktualisiert: 6. September 2022 17:23
Quelle: ZüriToday

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