Zürich

Grüsel attackieren Auto von Winterthurer SP-Nationalratskandidat mit Exkrementen

«Rassistischer Akt»

Grüsel attackieren Auto von Winterthurer SP-Nationalratskandidat mit Exkrementen

· Online seit 08.09.2023, 22:22 Uhr
Alfred Ngoyi Wa Mwanza steht bei den eidgenössischen Wahlen im Herbst auf der SP-Liste. Seit bekannt ist, dass er für den Nationalrat kandidiert, wird an sein Auto uriniert. «Auch der Darm wurde schon entleert», erklärt der gebürtige Kongolese.
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«Für mich ist das ein rassistischer Akt», sagt Ngoyi zu den Vorfällen. So etwas habe der Rechtsberater noch nie erlebt, erzählt er gegenüber «20 Minuten». Er habe Angst, in Zukunft gar physisch angegangen zu werden, wenn er sich in der Garage aufhalte. Die Tiefgarage, in der er sein Auto parkiere, sei nicht öffentlich zugänglich.

Machtverhältnisse sollen demonstriert werden

Ngoyi kam 2002 als Flüchtling aus dem Kongo in die Schweiz. Seit 2016 besitzt er die Schweizer Staatsbürgerschaft. Dass die Vorfälle mit seiner Herkunft zu tun haben, vermutet auch eine Person aus dem engeren Umfeld von Ngoyi. «Eine einzelne Person oder Gruppierung will auf rassistische Art und Weise verhindern, dass eine Person of Color sich für die Schweiz einsetzt», lautet die Einschätzung.

Auch Stephanie Graetz von der Stiftung gegen Rassismus und Antisemitismus (GRA) stellt gleiche Vermutungen an. Rassistische Aktionen würden dazu dienen, die Machtverhältnisse zu legitimieren und die eigene Überlegenheit zu demonstrieren.

Ngoyi arbeitet in Winterthur, wo er in seinem Wohnquartier kostenlose Rechtsberatungen anbietet. Alles, was er erreicht habe, sei der Schweiz zu verdanken. Deshalb wolle er ihr etwas zurückgeben und hat sich das Ziel gesetzt, für die SP in den Nationalrat einzuziehen.

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(lba)

veröffentlicht: 8. September 2023 22:22
aktualisiert: 8. September 2023 22:22
Quelle: ZüriToday

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