Zürich

Giftige Gase: Chemieunfall bei der Hardbrücke löst Grosseinsatz aus

Giftige Gase

Chemieunfall löst Grosseinsatz aus – mehrere Personen im Spital

07.10.2023, 20:53 Uhr
· Online seit 07.10.2023, 07:26 Uhr
Im Kreis 5 führten giftige Gase am Freitagabend zu einem Grosseinsatz. Mehrere hundert Personen wurden aus den umliegenden Gebäuden evakuiert. Einige wurden mit leichten Symptomen zur vorsorglichen Untersuchung ins Spital gebracht. Unklar ist, welche Chemikalie auslief.

Quelle: TeleZüri

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Am frühen Freitagabend stiegen aus einem Fass Nähe der Hardbrücke giftige Gase auf — ausgelöst durch eine chemische Reaktion mehrerer Substanzen im Inneren des Fasses, wie Schutz & Rettung Zürich (SRZ) mitteilt.

Der eingetroffenen SRZ wurde schnell klar, dass es sich um giftige Gase handelt, die nicht eingeatmet werden sollten. Deshalb wurde umgehend eine Alterswissmeldung abgesetzt mit dem Hinweis Fenster sowie Türen zu schliessen und Lüftungen auszuschalten.

Die Gefahrenzone wurde grossräumig abgesperrt. Dazu wurden die entsprechenden Mittel der Feuerwehr, der Sanität und der Stadtpolizei Zürich aufgeboten. Gleichzeitig wurden die umliegenden Büro- und Gewerbegebäude evakuiert, so dass mehrere hundert Personen ins Freie strömten.

Mehrere Personen im Spital

Neun Personen wurden medizinisch untersucht. Sechs wurden daraufhin mit leichten Symptomen vorsorglich zur weiteren Abklärung ins Spital gebracht. Zudem haben sich mehrere Personen selbstständig in die Notfallstationen der Spitäler begeben.

Sobald die Lage stabil war, machte sich die Feuerwehr daran, das Fass mit der chemischen Reaktion zum Abtransport bereit zu machen. Mit Chemieschutzanzügen näherten sich die Angehörigen der Berufsfeuerwehr dem Gefahrengut und konnten das Fass in einem Überfass deponieren. Das Gefahrengut wurde fachgerecht entsorgt.

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Noch am Freitagabend konnten die evakuierten Gebäude und die abgesperrte Strasse wieder freigegeben werden.

Einsatz forderte Grossaufgebot

Der Einsatz band viele Ressourcen diverser Disziplinen, da zu Beginn nicht klar war, wie gross das Ereignis wird. Glücklicherweise konnte nach einer Weile ein Teil der angeforderten Mittel wieder abgezogen werden.

Die Feuerwehr von SRZ war mit einem Grossaufgebot vor Ort inklusive des Pikettoffiziers Feuerwehr & Zivilschutz, der die Gesamteinsatzleitung innehatte. Sie wurden unterstützt durch zwei Chemiefachberater und einem Forensiker.

Ebenso war die Sanität mit einem Pikettoffizier, mehreren Notärzten und einer leitenden Notärztin, dem Grossraumrettungswagen und diversen Rettungswagen am Ereignis. Die Stadtpolizei war über die ganze Zeit vor Ort, sperrte die Gefahrenzone und regelte den Verkehr.

Welche Chemikalien ausgetreten sind, ist unklar. Auf Anfrage von TeleZüri dementierte Schutz und Rettung, dass es sich um Chlor handelte. Was für Chemikalien im Fass waren, wird nicht weiter kommentiert.

(joe/gin)

veröffentlicht: 7. Oktober 2023 07:26
aktualisiert: 7. Oktober 2023 20:53
Quelle: ZüriToday

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