Zürich

Eine spektakuläre Umzugsaktion hinterlässt viel Wohn- und Arbeitsfläche

Kreis 4

Eine spektakuläre Umzugsaktion hinterlässt viel Wohn- und Arbeitsfläche

· Online seit 04.06.2022, 06:57 Uhr
Die Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft ziehen um – dadurch wird neuer Platz frei. Zurück bleiben 21 leer geräumte Liegenschaften im und um den Kreis 4. Wer auf der Suche nach einem Büro ist, darf sich freuen.
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Es handle sich um eine der aufwendigsten Zügelaktionen der Zürcher Geschichte, schreibt der «Tages-Anzeiger». Aktuell verlassen rund 2000 Polizistinnen und Polizisten sowie Angestellte der Staatsanwaltschaft ihre bisherigen Standorte und ziehen ins neue Polizei- und Justizzentrum (PJZ) bei der Hardbrücke.

Mehrere 10'000 Quadratmeter werden frei

Tatsächlich ist diese Zügel-Aktion keine gewöhnliche: Neben Bürostühlen und Computern werden nämlich auch geheime Akten, Uniformen, Labors und Waffen transportiert. Denn das Departement, das vom Umzug betroffen ist, ist die Kriminalpolizei und das Forensische Institut. Die meisten anderen Bereiche der Polizei arbeiten bereits im PJZ.

Auch 241 Gefängnisplätze, teilweise samt Insassen, wechseln ins PJZ. So darf nicht überraschen, dass der Umzug unter strengen Sicherheitsvorkehrungen läuft. Zurück bleiben schliesslich 21 leer geräumte, meist grosse Liegenschaften. Neun davon gehören dem Kanton, der Rest privaten Eigentümerinnen und Eigentümern.

Ein Bildungszentrum für Erwachsene soll entstehen

Wie viele Quadratmeter durch den Umzug frei werden, kann nicht genau beziffert werden. Der «Tages-Anzeiger» schätzt die summe auf mehrere Zehntausend. Das neue PJZ umfasst gut 133’000 Quadratmeter. Fast alle betroffenen Häuser liegen im Kreis 4 oder in benachbarten Quartieren.

Die leeren Räumlichkeiten würden nun neu verteilt, schreibt der «Tages-Anzeiger» weiter: an Mieterinnen, Schulen und vor allem an Firmen, die Büroraum brauchen. So soll in der Militärkaserne an der Sihl ab 2026 ein Bildungszentrum für Erwachsene entstehen. In anderen Liegenschaften bleibt der Kanton Mieter, wieder andere könnten als Wohnraum statt als Arbeitsplätze dienen.

(mhe)

veröffentlicht: 4. Juni 2022 06:57
aktualisiert: 4. Juni 2022 06:57
Quelle: ZüriToday

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