Zürich

Cybercrime: Meldestelle der Polizei erhält doppelt so viele Meldungen

Im Jahr 2023

Doppelt so viele Menschen melden sich bei Cybercrime-Plattform der Polizei

· Online seit 27.02.2024, 20:49 Uhr
Verbrechen im digitalen Raum werden zu einem immer grösseren Thema. Die Kantonspolizei Zürich betreibt deswegen die Website cybercrimepolice.ch. 2023 besuchten rund 10 Prozent mehr Menschen die Seite. Vor allem nach 16 Uhr sind sie dort unterwegs.
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Regelmässig warnt die Plattform cybercrimepolice.ch vor Verbrechen. Dabei handelt es sich aber nicht um gewöhnliche Delikte, sondern wie der Name sagt, um Verbrechen im digitalen Raum. Und das Angebot wird immer stärker genutzt. 2023 verzeichnete die Seite rund zehn Prozent mehr Aufrufe als im Vorjahr. 430'000 Besuchende haben ihren Weg auf die Website gefunden.

Durchschnittlich gingen 2023 jeden Tag 50 Mails bei der Fachstelle ein. Mit 18'250 Personen haben sich doppelt so viele gemeldet wie im Vorjahr. 2022 waren es nur rund 9300 Menschen, die sich via Mail an die Meldestelle wendeten. «Das Informationsangebot auf der Website wird dankbar angenommen», schliesst die Kantonspolizei Zürich daraus.

Mehr Besuchende nach Feierabend

Wenig überraschend kommen dabei die meisten Aufrufe aus der Schweiz. 70 Prozent der Personen besuchen die Seite aus der Schweiz. Aber auch aus Deutschland und Österreich suchen Personen Informationen bei der Schweizer Polizei. Interessanterweise wird die Website nach 16 Uhr häufiger genutzt als davor. «Das heisst wohl, dass Personen sie etwas vermehrt für private Recherchen benutzen», steht dazu im Jahresbericht.

Im Schnitt erfolgt rund eine Meldung in der Woche über eine aktuelle Betrugsmasche. So wurden im Jahr 2023 53 Artikel veröffentlicht. «Einige davon erfuhren mehrfache Updates.» Das sei dann der Fall gewesen, wenn die Täterschaft ihr Verhalten angepasst habe.

Besonders interessiert haben die Nutzerinnen und Nutzer der Seite die Betrugsmasche, in der auf Facebook Marketplace versucht wird, Verkäufer dazu zu bringen, PCS Mastercard Codes zu kaufen und angeblichen Interessenten zu schicken. Auch Artikel über das sogenannte Spoofing oder eine Masche, in der Besucher von Escort-Seiten bedroht wurden, haben für viel Zugriffe gesorgt.

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veröffentlicht: 27. Februar 2024 20:49
aktualisiert: 27. Februar 2024 20:49
Quelle: ZüriToday

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