Zürich

Bericht bestätigt: Finanzvorsteher von Witiker Verein verprasste 117'500 Franken

Betrug

Bericht bestätigt: Finanzvorsteher von Witiker Verein verprasste 117'500 Franken

· Online seit 07.07.2023, 08:07 Uhr
Nach dem Bekanntwerden der mutmasslich ungetreuen Geschäftsführung im Stadtzürcher Quartierverein Witikon, liegt nun ein erster externer Bericht vor. Knapp 117'500 Franken hat der ehemalige Finanzvorstand veruntreut, teilt der Vereinsvorstand mit.
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Der Finanzvorstand des Quartiervereins Witikon, Dr. René Hechenberger, ist am 8. März unerwartet verstorben. Mitte April wurde dann festgestellt, dass auf den drei Vereinskonten viel Geld fehlt. Der Vereinsvorstand fiel aus allen Wolken, denn René Hechenberger galt als kompetenter Finanzvorstand. Die jährlich durchgeführte Revision habe nie Mängel in seiner Buchhaltung und Rechnungsführung festgestellt, schreibt Martin Bürki, Präsident der Quartierkonferenz der Stadt Zürich, in einer Mitteilung.

Der Vorstand erstattete bei der Stadtpolizei Anzeige und gab eine externe Revision und Untersuchung in Auftrag, um eine lückenlose Aufklärung zu gewährleisten. «Dieser Bericht liegt jetzt vor und ist auf der Witiker Website veröffentlicht. Er bestätigt den Sachverhalt der ungetreuen Geschäftsführung», so Bürki.

117'500 Franken für private Zwecke

Seit 2010 hat der Finanzvorstand von den drei Vereinskonten Beträge in unterschiedlicher Höhe abgezogen und für private Zwecke verwendet. Insgesamt hat er 117’500 Franken veruntreut. Seine Transaktionen hat er mit dubiosen Manövern vertuscht. Mit viel krimineller Energie hat er Kontoauszüge der Banken gefälscht und die gefälschten Dokumente anlässlich der jährlichen Revision vorgelegt.

Daher ist der Betrug erst nach seinem Hinschied aufgeflogen. «Es gibt keine Hinweise darauf, dass sich neben René Hechenberger auch andere Personen an den Geldern des Quartiervereins Witikon bereichert haben», heisst es im Bericht.

Vorstand bittet um Entschuldigung

Im Bericht werden Massnahmen vorgeschlagen, damit in Zukunft die Finanzen des Quartiervereins ordnungsgemäss geführt werden. Dazu gehören unter anderem eine konsequente kollektive Zeichnungsberechtigung bei allen Finanzgeschäften und die jährliche Revision durch eine externe Stelle. Der Vorstand will alle genannten Massnahmen per sofort umzusetzen.

Der Vorstand des Quartiervereins bedauert die Vorfälle zutiefst und bittet die Mitglieder und die gesamte Bevölkerung um Entschuldigung. Er wird die Mitglieder detailliert schriftlich informieren und die entsprechenden Statutenänderungen in die Wege leiten, um das Vertrauen der Bevölkerung zurückzugewinnen. Personelle Konsequenzen hat der Vorfall jedoch keine. Der Quartierverein ist bereit, seine ehrenamtliche Arbeit fortzusetzen – mindestens bis zur nächsten Mitgliederversammlung.

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veröffentlicht: 7. Juli 2023 08:07
aktualisiert: 7. Juli 2023 08:07
Quelle: ZüriToday

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