Feuerwerk

«Wir machen die Musik lauter» – Das tun Tierheime am 1. August

Lea Hilff, 31. Juli 2022, 08:50 Uhr
Es chlöpft und tätscht wieder am Montag. Das Feuerwerk bringt klein und gross zum Strahlen. Für Haus- und Wildtiere ist die Knallerei aber ein Albtraum. Wie können Haustierbesitzer ihre Lieblinge schützen und was für Tricks haben Tierheime?
Anzeige

Obwohl es im Kanton Zürich dieses Jahr etwas weniger knallt – da grossflächig ein Feuer- und Feuerwerksverbot gilt - dürfen doch rund die Hälfte der Zürcher Gemeinden das Himmelsfeuer ablassen. Darunter leiden vor allem die Tiere.

«Manche zittern vor Angst»

Besonders empfindlich reagieren Hunde. «Manche Tiere verkriechen sich, vor Angst atmen sie schneller», erklärt Nina Taddei, Mediensprecherin vom Verein Tierrettungsdienst. Es sei wichtig, ängstliche Tiere nicht allein zu lassen. Türen und Fenster sollten geschlossen bleiben - damit es im Haus etwas ruhiger ist.

Bei Spaziergängen am 1. August sollten Hunde zudem immer an der Leine geführt werden – so können sie, wenn sie sich erschrecken, nicht weglaufen. Katzenbesitzern und -besitzerinnen rät Taddei: Auch Katzen, die normalerweise draussen unterwegs sind, sollten in der Nacht vom 1. August im Haus bleiben. Die Samtpfoten suchen sich dann meist einen Unterschlupf und verstecken sich, bis der Lärm vorüber ist.

«Wir machen die Musik lauter»

Nein, dabei handelt es sich nicht um eine 1.-August-Party. «So haben die Tiere mehr Ablenkung», erklärt eine Sprecherin der Tierpension in Gossau. Dort läuft immer Musik. Am Abend des 1. August dreht man sie allerdings etwas auf. Zudem werden die Hunde etwas früher ins Haus geholt.

Den Trick der Tierpension in Gossau rät Nina Taddei auch allen privaten Tierbesitzern. «Man kann das Radio oder den Fernseher laufen lassen». Die Stimmen lenken die Tiere vom Krach der Feuerwerke ab. Nützt alles nichts, können Tierärzte und Tierärztinnen auch Beruhigungsmittel für die Vierbeiner verschreiben.

Was tun bei Tieren, die im Garten leben?

Die sollen auch im Garten bleiben, meint Taddei. «Das Gehege kann man mit einer Wolldecke abdecken». So werde der Lärm gedämpft und die Tiere erschrecken weniger aufgrund der Lichteffekte.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 31. Juli 2022 08:50
aktualisiert: 31. Juli 2022 08:50