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Wegen Brexit kam es zu hunderten Scheinehen

Grossbritannien

Wegen Brexit kam es zu hunderten Scheinehen

· Online seit 10.08.2022, 14:24 Uhr
Im Zusammenhang mit dem Brexit sind Hunderte Scheinehen geschlossen worden, um im Land weiterhin leben, arbeiten und das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen zu können. Auch kriminelle Banden sollen damit Geld verdient haben.
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Laut der BBC, die die Zahlen über eine Informationsfreiheitsanfrage erlangt hat, sollen rund 365 Paare versucht haben, das sogenannte «EU Settlement Scheme» auszunutzen. Dieses System sichert EU-Bürgerinnen und -Bürgern, die bereits vor dem Brexit in Grossbritannien gelebt haben, weitgehend die gleichen Rechte zu wie vor dem EU-Austritt.

Gleiche Rechte für Ehepartner

Sie dürfen im Vereinigten Königreich arbeiten, wohnen und das Gesundheitssystem in Anspruch nehmen. Ehepartner jeglicher Nationalität konnten sich in diesem System ebenfalls bewerben und ein solches Bleiberecht gewährt bekommen.

Noch keine strafrechtliche Verfolgung

In den Betrugsfällen sollen EU-Bürger Scheinehen mit Nicht-EU-Bürgern eingegangen sein, um ihr Bleiberecht auf diese zu übertragen - in einigen Fällen für Geld, in anderen Fällen sollen auch kriminelle Banden involviert gewesen sein. Niemand von diesen Scheineheleuten soll der BBC zufolge bislang strafrechtlich verfolgt worden sein und sein Bleiberecht entzogen bekommen haben.

(sda/baz)

veröffentlicht: 10. August 2022 14:24
aktualisiert: 10. August 2022 14:24
Quelle: Today-Zentralredaktion

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