Vor 110 Jahren

Margaretha aus Zürich überlebte den Untergang der «Titanic»

17. April 2022, 20:06 Uhr
Die Titanic war nur vier Tage auf hoher See, bevor das unmöglich Geglaubte passierte und das Schiff sank. Überlebt hat unter anderem Margaretha Frölicher-Stehli, die mit ihrer Familie in einer Villa am Zürcher Seebecken lebte.

Vor 110 Jahren brach das wohl berühmteste Schiff der Geschichte in zwei Teile und versank: die Titanic. Mit an Bord: Margaretha mit ihrem Ehemann Max und ihrer Tochter Margaritha. Unterwegs nach Amerika. Sie wollten dort Freunde besuchten, nach Geschäften Ausschau halten – und einen passenden Ehemann für Margaritha finden. «Wir sind auf dem Schiff, das unsinkbar ist», sollen die Ingenieure der Titanic einst gesagt haben.

«Hoffe mit uns, dass wir glücklich in New York landen»

Die Familie bestieg die Titanic in der französischen Hafenstadt Cherbourg, wie Angaben der «Encyclopedia Titanica» zu entnehmen ist. Noch an ihrem ersten Tag an Board der Titanic schrieb sie in einer Postkarte an ihren Sohn: «Gedenke unser und hoffe mit uns, dass wir am nächsten Dienstag glücklich in New York landen werden.»

Der italienische Autor Claudio Bossi verewigte die Geschichte der Familie Frölicher sogar in seinem Roman: «Margaretha Frölicher-Stehli, Germignaga e il Titanic» 

© ciaocomo.it

Zu wenig Rettungsboote 

Der Untergang der RMS Titanic ist das bekannteste Schiffsunglück der Geschichte. Bei der In-Dienststellung der Titanic am 2. April 1912 war sie das grösste Schiff der Welt. Sie war für den Liniendienst auf der Route von Southhampton nach New York vorgesehen und sollte neue Massstäbe im Reisekomfort setzen. Weil das Schiff als unsinkbar galt, wurden nicht einmal genügend Rettungsboote für alle Passagiere angebracht.

Am 14. April 1912 gegen 23:40 Uhr kollidierte die Titanic seitlich mit einem Eisberg, zerbarst in zwei Teile und sank innerhalb von zwei Stunden und 40 Minuten. Obwohl für die Evakuierung mehr als zwei Stunden zur Verfügung standen, kamen rund 1'500 der über 2'200 Passagiere ums Leben – hauptsächlich aufgrund der fehlenden Rettungsboote.

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 14. April 2022 12:56
aktualisiert: 17. April 2022 20:06
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