Einbürgerungsquiz

Mona Lisa auf dem Zweifränkler?! So habt ihr beim Einbürgerungs-Test abgeschnitten

22. August 2022, 14:39 Uhr
Wer sich in Zürich einbürgern lassen will und hier keine Schule besucht hat, muss einen Grundkenntnistest mit allerhand Fragen rund um die Region absolvieren. Dazu hat der Kanton einen Übungstest mit mehreren Hundert Fragen entwickelt. Wir haben eine Auswahl davon als Online-Quiz umgesetzt, bei dem viele Leserinnen und Leser von ZüriToday mitgemacht haben. So habt ihr abgeschnitten.

Die gute Nachricht zuerst: Eure Kenntnisse über die Schweiz, den Kanton Zürich und seine Gemeinden sind nicht von schlechten Eltern. Die meisten Fragen habt ihr mit links beantwortet. Zwischen den einzelnen Themengebieten – Politik, Sozialstaat/Gesellschaft, Geschichte, Geografie und Kultur – gibt es aber beträchtliche Unterschiede.

Am besten wusstet ihr über das Thema Politik Bescheid. Die Hälfte von euch erreichte hier die volle Punktzahl und beantwortete alle Fragen richtig. Auch beim Thema Sozialstaat schnitten die meisten sehr gut ab. Nachholbedarf gibt es in den Bereichen Geografie und Geschichte. Wenn es um die Zürcher Vergangenheit geht, wussten nur 8 Prozent alle Antworten. Höchste Zeit für etwas Nachhilfe:

  • Welcher europäische Herrscher machte aus der Schweiz Ende des 18. Jahrhunderts für kurze Zeit einen Zentralstaat? 35 Prozent von euch dachten, das sei Rudolf von Habsburg gewesen. Der lebte aber im Mittelalter. Die richtige Antwort ist: Napoleon Bonaparte.
  • Beim Thema Politik befasste sich eine Frage mit den Aufgaben des Bundeskanzlers. 15 Prozent antworteten, dass dieser die Schweiz regiere. 8 Prozent glauben, er wähle den Bundesrat oder mache die Gesetze. Etwas mehr als drei Viertel gaben die korrekte Antwort: Er unterstützt den Bundesrat.
  • Gottfried Keller ist eine der bekanntesten Zürcher Persönlichkeiten. Doch was machte der 1819 geborene Mann eigentlich? 20 Prozent gaben im Quiz an, dass er ein reformierter Pfarrer war, 3 Prozent sagten «Fabrikant» und 2 Prozent «Erfinder». Wer in der Schule einmal den «grünen Heinrich» lesen musste, weiss natürlich, dass Keller ein Schriftsteller war.
  • Eine Frage drehte sich darum, wer im Kanton Zürich entscheidet, ob ein Artikel in der Zeitung veröffentlicht wird. 9 Prozent meinten, dass dies die zentrale Medienstelle des Kantons mache. 1 Prozent vermutete sogar, dass es eine «Medienpolizei» gebe. Die meisten wussten allerdings, dass nur die Redaktion darüber entscheidet, ob ein Artikel veröffentlicht wird.
  • Nur 46 Prozent wussten, wer im schweizerischen Bürgerkrieg, dem Sonderbundskrieg, gegeneinander kämpfte. Ein Drittel dachte, Adel und Bauern seien sich gegenüber gestanden. 19 Prozent antworteten Zürich und Bern hätten sich gezofft. Der Krieg von 1847 war aber ein Konflikt zwischen den liberalen und den konservativen Kantonen.
  • Mühe hatten viele Teilnehmerinnen und Teilnehmer auch mit dem offiziellen Gründungsdatum des modernen Kantons Zürich. Ein Drittel verortete die Gründung im Mittelalter, ein Viertel im Jahr 1798. 44 Prozent wussten das korrekte Jahr 1803. Damals legten die sogenannten «Mediationsakte» den Grundstein für den heutigen Kanton.
  • Die Gemeinden stehen bei euch hoch im Kurs. Etwas zu hoch, denn immerhin 31 Prozent waren der Ansicht, dass an der Gemeindeversammlung nationale Gesetze beschlossen werden. Und 11 Prozent meinten, dass die Gemeinden für die Aussenpolitik zuständig seien. Beides findet allerdings auf Bundesebene statt.
  • Wie kann man das Verhältnis der Schweiz zu den kriegführenden Mächten im Zweiten Weltkrieg beschreiben? Nur rund 60 Prozent kreuzten hier die korrekte Antwort an: «Neutral mit politischen und wirtschaftlichen Beziehungen zu den kriegführenden Staaten». 3 Prozent waren der Ansicht, die Schweiz sei auf Seiten der Alliierten gestanden. 1 Prozent antwortete, die Schweiz sei ein Bündnispartner Nazideutschlands gewesen.
  • Fünf Prozent von euch waren der Meinung, Uno sei das traditionelle Kartenspiel der Schweiz. Das 1971 in den USA erstmals erschiene Spiel ist bei den Eidgenossinnen und Eidgenossen zwar zweifellos beliebt, in der Schweiz muss es sich aber dem Klassiker Jass geschlagen geben.
  • Dass auf dem Zweifrankenstück die Mona Lisa abgebildet ist, gaben immerhin 2 Prozent an. Die überwiegende Mehrheit wusste allerdings, zu sehen ist seit 1874 die allegorische Helvetia. Fun Fact am Rande: Die schweizerische Nationalfigur wurde vom in Augsburg (Deutschland) geborenen Künstler Albert Walch entworfen.

Und wo war der Anteil richtiger Antworten am höchsten? 99 Prozent richtige Antworten gab es bei zwei Fragen: «Wo muss man sich melden, wenn man heiraten möchte?» (beim Zivilstandsamt) und «Welches der folgenden ist ein Grundrecht in der Schweiz?» (Meinungs- und Informationsfreiheit).

Du möchtest das Quiz nochmal probieren? Hier findest du alle Teile:

Politik

Sozialstaat/Gesellschaft

Geschichte

Geografie

Kultur

(osc)

Quelle: ZüriToday
veröffentlicht: 28. August 2022 19:06
aktualisiert: 28. August 2022 19:06
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