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Nach Eishockeyderby: Polizei soll ZSC-Fan in Kloten mit Gummischrot am Auge verletzt haben

Nach Eishockeyderby

Gummischrot soll ZSC-Fan am Auge verletzt haben

· Online seit 27.01.2024, 08:53 Uhr
Nach dem Eishockey-Derby zwischen den ZSC Lions und dem EHC Kloten am 3. November kam es in Kloten zu wüsten Szenen. Dabei soll ein Fan am Auge verletzt worden sein – durch ein Gummischrotgeschoss der Polizei.

Quelle: Ausschreitungen nach Spiel EHC Kloten gegen ZSC / 3. November 2023

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Die Situation eskalierte nach dem Spiel im November letzten Jahres. ZSC-Fans gingen auf Passanten los und Kloten-Anhänger wollten den Bahnhof stürmen. Die Kantonspolizei Zürich setzte Wasserwerfer und Gummischrot ein, um die Situation unter Kontrolle zu bringen. Sie berichtete von Sachbeschädigungen durch ZSC-Anhänger und Angriffen auf die Einsatzkräfte mit Schottersteinen. Drei junge Männer wurden verhaftet.

ZSC-Fans sprechen von Erblindung

Bisher unbekannt war, dass ein ZSC-Fan bei den Ausschreitungen durch Gummischrot am Auge verletzt wurde. Dies berichtet der «Tagesanzeiger». Gegenüber der Zeitung bestätigt die Kantonspolizei Zürich das Gerücht. Man habe eine Untersuchung eingeleitet. Auch die ZSC Lions bestätigen den Vorfall. Die Schwere der Verletzung ist unklar. Die Fans reden in einer Mitteilung aber von einer «Erblindung.» 

Kritik an Gummischrot kommt auch aus Zürich

Der Vorfall in Kloten ist kein Einzelfall. Insgesamt wurden im Jahr 2023 in der ganzen Schweiz acht Personen durch Gummischrot am Auge verletzt. Dies führte zu Forderungen nach einer genaueren Statistik über den Einsatz von Distanzwaffen wie Gummigeschossen, Wasserwerfern und Reizgas in der Stadt Zürich. Politikerinnen und Politiker, insbesondere von linken Parteien, kritisieren den Einsatz von Gummischrot wegen der Verletzungsgefahr und der Streuung der Geschosse. Die Polizei und einige bürgerliche Politikerinnen und Politiker verteidigen den Einsatz als wirksames Mittel zur Verhinderung von gefährlichem Nahkampf.

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(oeb)

veröffentlicht: 27. Januar 2024 08:53
aktualisiert: 27. Januar 2024 08:53
Quelle: ZüriToday

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