Schweiz

Zwischen Jositsch und der SP-Spitze herrscht Eiszeit

Sozialdemokraten

Zwischen Jositsch und der SP-Spitze herrscht Eiszeit

16.01.2024, 07:27 Uhr
· Online seit 16.01.2024, 07:14 Uhr
Bei den Bundesratswahlen im vergangenen Dezember hatte Daniel Jositsch viele Stimmen geholt – obwohl er von seiner Partei gar nicht aufgestellt worden war. Das sorgt in der SP weiterhin für Verstimmung.

Quelle: TeleZüri / Beitrag vom 18. Dezember 2023

Anzeige

Nach den Bundesratswahlen war die Stimmung angespannt. Eine Nationalrätin erklärte, dass die SP-Fraktion Jositsch nun vier Jahre lang ghosten werde. Gefragt, ob er in einem Jahr noch Mitglied der Sozialdemokraten sein werde, antwortete Jositsch selbst: «Das glaube ich. Ich bin als SP-Ständerat gewählt worden. Aber jetzt schauen wir einmal, wie es weitergeht.»

Eine Aussprache zwischen dem Zürcher Ständerat und der SP-Spitze sollte die Wogen glätten. Doch bislang scheint es dazu nicht gekommen zu sein. «Ich hatte seit dem 13. Dezember mit niemandem Kontakt in der Fraktions- und der Parteileitung», sagt Jositsch auf Anfrage der «Limmattaler Zeitung».

In der SP-Fraktion seien die Meinungen über die Funkstille mit Jositsch gespalten. Die einen finden, es sei seltsam, dass die Parteispitze keine Anstrengungen unternehme, auf den populären Ständerat zuzugehen. Er fahre ausgezeichnete Wahlresultate ein und sei beliebt in der Bevölkerung. Die SP könne kein Interesse daran haben, dass sich Jositsch von der Partei abwende.

Andere seien nicht überrascht von der eisigen Stimmung. Das Misstrauen sei zu gross, sagen sie. Dass die SP-Leitung die Kontakte zum Zürcher Ständerat minimiere, sei nachvollziehbar nach dem turbulenten Dezember. Jositsch selbst hält laut Bericht fest: «Ich bin Mitglied der SP und sehe momentan keine Veranlassung, daran etwas zu ändern.» Entscheidend ist das Wort «momentan». Es lässt offen, ob sich daran etwas ändern könnte.

(osc)

Scan den QR-Code

Du willst keine News mehr verpassen? Hol dir die Today-App.

veröffentlicht: 16. Januar 2024 07:14
aktualisiert: 16. Januar 2024 07:27
Quelle: ZüriToday

Anzeige
Anzeige
zueritoday@chmedia.ch