Schweiz

Zürich wappnet sich für Saharastaub, Schnee und Blutregen

Frühling macht Pause

Zürich wappnet sich für Saharastaub, Schnee und Blutregen

28.03.2022, 23:39 Uhr
· Online seit 28.03.2022, 13:00 Uhr
Wer die warmen Pullis schon weggepackt und verstaut hat, der hat sich zu früh gefreut. Nach einem wunderbar warmen Wochenende bringt das Wetter in den kommenden Tagen wieder alles, wovor es den Sonnenfans nur so graut.

Quelle: TeleZüri / Saharaustaub erreicht die Schweiz (15.03.2022)

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Schön war es – das vergangene Wochenende. Nach einer sonnigen Zugabe mit rund 20 Grad am Montag verabschiedet sich der Frühling aber dann auch fürs Erste wieder. Gegen Mittwoch drückt die Sonne nur noch schwach durch die grauen Wolken. Grau und milchig fahl wird es auch durch eine neue Portion Saharastaub. Vergleichbar mit dem letzten Schub werde es aber dieses Mal nicht, sagt Klaus Marquardt von Meteonews: «Die höchste Konzentration gibt es am Mittwoch, aber nicht so, dass es aussieht wie auf dem Mars.»

Ab Mittwoch wird es nach der langen Trockenperiode auch wieder nass und es erwartet uns der sogenannte Blutregen. Woher der Name Blutregen stammt, weiss der Wetterprofi auch nicht. «Es sieht ja nicht aus, wie wenn ein Schwein geschlachtet worden wäre», so Marquardt. Der Regen wasche die Luft aus und hinterlasse rostig dreckige Flecken auf Autos und Gartenmöbel aber als blutigen Regen, der rote Schlieren hinterlässt, könne man das ja nicht bezeichnen. Je mehr es regnet, desto schneller wasche sich der Dreck auch wieder aus, erklärt uns der Meteorologe.

Ende der Kälteperiode nicht in Sicht

Saharastaub erlebe man in der Schweiz eigentlich jedes Jahr. Die Konzentration sei aber nicht immer die gleiche, «Dass es so derbe ist wie vor zwei Wochen, ist doch eher speziell», sagt Marquardt.

Es wird nicht nur nass, sondern auch wieder richtig kalt. Die Temperaturen fallen ab Montag täglich um zirka 3 Grad und von Donnerstag auf Freitag sollen sich laut den Wetterprognosen die Temperaturen sogar halbieren. So erwartet uns am Samstag eine Höchsttemperatur von gerade mal drei Grad. Mit den Temperaturen sinkt auch die Schneefallgrenze und es muss mit nassen Flocken gerechnet werden. Obs zum Schneeschaufeln reicht, steht noch nicht fest. Die Frage, wann wir denn wieder aus der nahenden Kälteperiode raus kommen, kann auch der Meteorologe nicht beantworten.

Unberechenbarer April

Hat sich der Frühling schon wieder verabschiedet? Zumindest bis Ende Woche sieht es stark danach aus. Wann das Wetter wieder zum draussen verweilen einlädt, ist allerdings unklar: «Wie die zweite Aprilhälfte aussieht, lässt sich noch nicht sagen. Die nächsten 20 Grad sind aber noch nicht absehbar», sagt Marquardt. Das sei aber normal, meint er. Manchmal sei es im April sehr frühlingshaft und warm, jetzt sei der März dafür bisher ziemlich mild und trocken gewesen. «Es heisst nicht umsonst: Der April macht was er will», erläutert der Meteorologe und lacht.

(roa)

veröffentlicht: 28. März 2022 13:00
aktualisiert: 28. März 2022 23:39
Quelle: ZüriToday

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