Gesundheitswesen

Weniger Versicherte erhalten Prämienvorteil durch Kassenwechsel

4. Oktober 2022, 06:04 Uhr
Die Prämiendifferenz zwischen den teuersten und billigsten Krankenkassen nimmt im Jahr 2023 laut einer Analyse des Vergleichsdiensts Comparis deutlich ab. Damit können weniger Versicherte ihre Prämien durch etwa einen Krankenkassenwechsel reduzieren.
Die Prämiendifferenz zwischen den teuersten und billigsten Krankenkassen nimmt im Jahr 2023 laut einer Analyse des Vergleichsdiensts Comparis deutlich ab. Damit können weniger Versicherte ihre Prämien durch etwa einen Krankenkassenwechsel reduzieren. (Symbolbild)
© KEYSTONE/CHRISTIAN BEUTLER
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Noch rund 0,9 Millionen Menschen könnten nächstes Jahr ihre Prämien um 40 Prozent reduzieren, wie Comparis am Dienstag mitteilte. Im vergangenen Jahr waren es noch rund 1,1 Millionen Menschen. Die sogenannte Streuung, die durchschnittliche Abweichung vom Mittelwert bei den Prämien, ist demnach im Schnitt um gut ein Prozent gesunken.

Versicherte können laut Comparis sparen, indem sie die Krankenkasse wechseln oder ihre Franchise und Versicherungsmodelle anpassen. Aber Achtung: «Wer knapp bei Kasse ist und hohe medizinische Kosten hat, sollte sich unbedingt vor einem Kassenwechsel bezüglich der Abrechnungsmodalitäten erkundigen», wird Comparis-Krankenversicherungsexperte Felix Schneuwly zitiert.

Wie das Bundesamt für Gesundheit vergangene Woche bekannt gab, steigen die Krankenkassenprämien 2023 um durchschnittlich 6,6 Prozent. Zurückzuführen ist das auf die Corona-Pandemie und die Nachholeffekte etwa durch verschobene Eingriffe.

Quelle: sda
veröffentlicht: 4. Oktober 2022 06:01
aktualisiert: 4. Oktober 2022 06:04