Gefahr auf zwei Rädern

Immer mehr jugendliche Töfffahrer verunfallen auf Schweizer Strassen

Maarit Hapuoja, 25. Oktober 2022, 15:42 Uhr
Die Schweizer Strassen gehören zu den sichersten der Welt. Trotzdem nehmen Unfälle auf E-Bikes und Motorrädern zu. Neu zeigt sich, dass schwere Unfälle bei 16- und 17-jährigen Töfffahrern zunehmen.
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Die Unfallzahlen aus dem Strassenverkehr in der Schweiz haben während vieler Jahre eine positive Entwicklung gezeigt. Dennoch passieren Unfälle im Strassenverkehr schneller und öfter, als man denkt: Pro Jahr sterben laut der Beratungsstelle für Unfallverhütung (BFU) in der Schweiz durchschnittlich 215 Personen bei Verkehrsunfällen, knapp 3800 verletzen sich schwer. Nun zeigt sich noch ein neuer Trend. Zwar stagnieren Velounfälle, doch zu Motorrad- und E-Bike-Unfällen kommt es häufiger – insbesondere auch bei jüngeren Fahrenden. Drei von fünf Unfällen machen heutzutage Zweiräder aus.

Mehr junge Töfffahrende verunfallen

2021 hat die BFU deutlich mehr Schwerverletzte im Alter von 16 und 17 Jahren bei Töffunfällen verzeichnet. Gemäss einer Mittelung der Beratungsstelle dürfte dies im Zusammenhang mit dem Zugang zu 125-Kubik-Motorräder stehen, der für diese Altersgruppe seit 2021 besteht.

Eine Zunahme von Unfällen ist seit mehreren Jahren auch bei E-Bike-Fahrenden festzustellen. 2021 sind im Vergleich zum Vorjahr 531 Personen mehr schwer verletzt worden. Die Zahl der Todesfälle bei E-Bike-Fahrenden ist um 17 gestiegen. Auf dem Velo haben sich im letzten Jahr 841 Personen schwer oder tödlich verletzt. Das sind vier Personen mehr als 2011. Seit gut zehn Jahren ist die Zahl der Velounfälle stagniert.

Die Ursachen für Verkehrsunfälle

Bei über der Hälfte der verunfallten Zweiradfahrer handelte es sich um Schleuder- oder Selbstunfälle. Als häufige Ursachen dafür nennt die BFU Unaufmerksamkeit, Ablenkung und Alkohol. Auf der Website der Beratungsstelle heisst es, dass bei fast 30 Prozent aller schweren Unfälle Unaufmerksamkeit und Ablenkung eine Rolle spielen. Die häufigste Mitursache bei tödlichen Verkehrsunfällen sei überhöhte Geschwindigkeit.

Quelle: Today-Zentralredaktion
veröffentlicht: 25. Oktober 2022 12:58
aktualisiert: 25. Oktober 2022 15:42