Coronavirus

BAG will neuen Corona-Impfstoff – kommt jetzt die Empfehlung für zweiten Booster?

René Rödiger, 30. August 2022, 19:37 Uhr
Seit Montag ist in der Schweiz der bivalente Impfstoff von Moderna gegen das Coronavirus zugelassen. Das Bundesamt für Gesundheit ist mit dem Hersteller bereits im Austausch. Für den Herbst wird eine neue Impfempfehlung erwartet.

Quelle: TeleZüri / Sendung vom 30. August 2022

Die seit Montag von Swissmedic zugelassene Auffrischimpfung von Moderna ist die erste, die gegen zwei Varianten des Coronavirus wirksam ist. Sie soll sowohl gegen das «alte» Coronavirus wie auch gegen die Omikron-Variante schützen. Auch Pfizer hat bereits ein Gesuch für einen adaptierten Impfstoff eingereicht.

In der Schweiz haben rund 44 Prozent der Bevölkerung bereits mindestens eine Auffrischimpfung bekommen, einen zweiten Booster empfiehlt die Impfkommission (Ekif) jedoch erst Personen über 80 Jahren und Risikopatienten. Alle anderen, die sich besser schützen wollten, mussten bisher auf den sogenannten Off-Label-Use zurückgreifen und den zweiten Booster selbst bezahlen.

Impfempfehlung kommt Anfang September

Damit könnte schon bald Schluss sein. Denn mit dem neu zugelassenen Impfstoff und dem erwarteten Anstieg der Coronafälle im Herbst und Winter will die Impfkommission eine neue Empfehlung aussprechen. Wie diese aussieht, will das BAG noch nicht sagen. Mediensprecher Simon Ming sagt auf Anfrage: «Das BAG und die Ekif werden die Impfempfehlungen für den Herbst Anfang September kommunizieren.»

Es zeichnet sich ab, dass es auf eine weitere Booster-Impfung mit dem neuen Moderna-Impfstoff hinausläuft. «Wir gehen davon aus, dass Moderna den bivalenten Impfstoff im Herbst liefern wird. Zu welchem Zeitpunkt und in welchen Mengen dies genau möglich sein wird, ist aktuell Gegenstand von Abklärungen», sagt Ming. Das BAG stehe mit der Herstellerfirma «in engem Austausch».

«Impfstart im Oktober»

Ming sagt, dass «der eigentliche Impfstart voraussichtlich im Oktober stattfinden wird». Nähere Angaben kann das BAG nicht machen.

Das Bundesamt für Gesundheit geht in der aktuellen Lageeinschätzung davon aus, dass es im Herbst erneut zu Ansteckungswellen kommt. In der Schweiz ist seit Sommer die Omikron-Untervariante dominant, das heisst, dass der neue Impfstoff umso dringender erwartet wird. «Der Schwerpunkt bei der Bewältigung der Covid-19-Pandemie liegt weiterhin darauf, eine Überbelastung des Gesundheitssystems zu verhindern», heisst es.

Quelle: FM1Today
veröffentlicht: 30. August 2022 14:47
aktualisiert: 30. August 2022 19:37
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